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Burnout: Führungskräfte nehmen Risiko ernst

24. Januar 2012

Für Führungskräfte ist Burnout keine Modediagnose, sondern ein ernst zu nehmendes Risiko, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Führungskräftepanels „Manager Monitor“. Demnach ist das Thema in der Wahrnehmung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte in jüngster Zeit noch einmal deutlich in den Vordergrund gerückt.

„Führungskräfte betrachten Burnout als eine reale Gefahr“, betont Andreas Zimmermann, Geschäftsführer beim Führungskräfte Institut.  „Mehr noch: Auch die meisten Unternehmen haben das Problem als ein solches erkannt und arbeiten bereits an Lösungsstrategien.“ Es bestehe allerdings noch Verbesserungspotential.

Bei der Gewichtung möglicher Burnout-Ursachen stellt das Führungskräfte Institut eine klare Rangfolge fest: An erster Stelle stehen Termindruck und Arbeitsverdichtung, gefolgt von fehlender sozialer Anerkennung durch Vorgesetzte. Dagegen scheinen aus Sicht der meisten der rund 360 befragten Führungskräfte Gründe wie mangelnde Identifikation mit Arbeitsinhalten oder Unterbezahlung eine nur geringe Rolle beim Zustandekommen eines Burnouts zu spielen.

Die Umfrageergebnisse offenbaren jedoch auch eine gewisse Ambivalenz. Zwar werde die Existenz von Leistungs- und Belastungsgrenzen unter Führungskräften eingeräumt, so die Bewertung der Umfrageergebnisse durch den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA Ludger Ramme. Ein offener Umgang mit der Problematik fiele manchen von ihnen schwer: „Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der verstärkten medialen Präsenz des Themas neigen nicht wenige Führungskräfte immer noch dazu, ihr Burnout-Risiko zu unterschätzen oder zu verharmlosen.“

Hinzu komme, ergänzt Ramme, dass es eine gewisse Unschärfe bei der Bestimmung des Burnout-Begriffes gebe. „Recht weit verbreitet ist die Meinung, dass es psychische und körperliche Überlastungsreaktionen schon immer gegeben habe.“ Diese seien früher nur anders diagnostiziert worden. Eines gehe aber klar aus der Umfrage hervor: „Lediglich eine Minderheit hält die Diskussion um Burnout für übertrieben oder überbewertet.“

Zugleich liefern die Umfrageergebnisse wertvolle Hinweise zur Vermeidung von Burnouts. Faktoren wie ein wertschätzender Führungsstil, aktives Feedback und die Gewährung von Autonomie bei der Aufgabenerfüllung werden von Führungskräften als Eckpfeiler eines gesunden Arbeitsklimas gesehen.

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Vollständige Auswertung der Studie mit allen Grafiken (PDF)

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Führungskräfte Institut: Ilhan Akkus neuer Geschäftsführer

2. Januar 2012

Zum 1. Januar 2012 übernimmt Ilhan Akkus die Geschäftsführung des Führungskräfte Institutes (FKI), dem wissenschaftlichen Institut des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.

Als ausgewiesener Marketingexperte mit langjähriger Erfahrung in einem Führungskräfteverband verfügt der 40-jährige Akkus über ein feines Gespür für erfolgreiche Strategien – von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Ob Management, Karriereentwicklung, Arbeitsrecht oder Bilanzrecht: Das FKI sammelt Fakten, zeigt Entwicklungen auf und publiziert Analysen und Arbeitshilfen für Führungskräfte. Die Leistungen des FKI und seiner renommierten Kooperationspartner richten sich dabei an Fach- und Führungskräfte aller Branchen.

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Führungskräfte regen Europäisches Wirtschafts- und Wachstumsprogramm an

15. Dezember 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA fordert von der Bundesregierung, die jüngsten Brüsseler Beschlüsse zur Einführung einer Fiskalunion durch konkrete Vorschläge für ein stärkeres Wachstum in allen Mitgliedstaaten der EU zu ergänzen.

ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann erklärte dazu in München: „Ich begrüße, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Europa von ihren Vorschlägen für eine stabilitätsorientierte Fiskalpolitik überzeugen konnte. Gleichzeitig mache ich mir Sorgen: Wir dürfen uns für die Zukunft nicht allein auf die Sanierung der öffentlichen Haushalte verlassen. Diese Sanierung kann nur gelingen, wenn wir es schaffen, dass in Europa flächendeckend die Wirtschaft wächst: Nicht nur die Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion, sondern auch die einer Wirtschaftsunion ist der Auftrag aus dem Vertrag von Maastricht. Das gilt unverändert fort.“

Die Führungskräfte sehen deshalb die Notwendigkeit, zeitgleich und gleichberechtigt zur Konsolidierung der Haushalte eine Strategie zu vereinbaren, wie innerhalb der EU das Wachstum angekurbelt werden kann. „Nur Staaten mit gesunder Wirtschaftsentwicklung werden ihre Schulden zurückzahlen können und das Vertrauen von Investoren gewinnen“, so Bruckmann.

Jedes EU-Land hat Stärken. Diese müssen identifiziert und ausgebaut werden und dies kann gerade in den hoch verschuldeten Ländern nur mit Unterstützung der EU gelingen. Denn, so Bruckmann, nur ein Teil der EU-Mitgliedsstaaten hat in der Vergangenheit aus eigener Kraft die Chance genutzt, seine Wettbewerbsfähigkeit durch zureichende Investitionen in die Innovationsfähigkeit seiner Wirtschaft spürbar zu verbessern, insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung.

„Jeder in der EU hat inzwischen den Ernst der Lage erkannt und weiß, dass nicht Konsum, sondern harte Anstrengungen aller Volkswirtschaften nötig sind.“

Bruckmann richtet daher einen Appell an alle Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft: “Wenn wir jetzt vereint mit großem Ernst und Beständigkeit endlich tatkräftig an die Umsetzung der Lissabon-Ziele herangehen, die ja allesamt richtig waren, kann daraus Optimismus und Stärke für die gesamte EU erwachsen. Die Entscheidungsträger Europas sind aufgefordert, schnell zu handeln und die erforderlichen wirtschaftspolitischen Ziele zu formulieren.“


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Führungskräfte stellen Bildungspapier vor: Mehr investieren, Leistung fordern

Im Hintergrund an der Stirnseite des Tisches: ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann und Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme bei der Präsentation des Papieres

9. Dezember 2011

Mehr in Bildung investieren, Leistung fordern, Eliten zulassen und Geringqualifizierte fördern: Dies fordert der Deutsche Führungskräfteverband ULA in seinem neuen Thesenpapier zur Bildungspolitik.

„Bildung ist mehr denn je eine Lebensaufgabe“, so ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann bei der Pressekonferenz am 8. Dezember im BahnTower in Berlin. „Trotzdem werden auch künftig im ersten Lebensdrittel entscheidende Weichen gestellt.“ Daher gelte es, Serviceangebote im Bereich der frühkindlichen Bildung und Kinderbetreuung stärker auszubauen. Dazu Bruckmann: „Das Betreuungspersonal in Kindergärten und Horten muss auf einem vergleichbaren Niveau wie Grundschullehrer ausgebildet werden.“ Doch auch in der schulischen Bildung komme es nun auf eine Steigerung der allgemeinen Wertschätzung des Lehrberufs an. „Wir brauchen mehr und bessere Anreize für überdurchschnittliche Leistungen“, betont der ULA-Präsident, „und das schließt die Vergütung eindeutig mit ein.“

Für den Hochschulbereich sprechen sich die Führungskräfte ganz klar für eine Fortführung des Bologna-Prozesses aus. „Dazu gibt es keine Alternative“, erklärt ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. Dabei sei es aber essenziell, die bislang aufgetretenen Schwächen zu beseitigen. Vor allem aber, erklärt Ramme, dürfe es keine Quotierung beim Übergang von Bachelor- zu Master-Studiengängen geben.

Das in enger Zusammenarbeit mit Bildungsexperten aus den elf ULA-Mitgliedsverbänden erstellte Papier hebt auch die Bedeutung der Weiterbildung als einen der Eckpfeiler moderner Bildungspolitik hervor. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel werde die Weiterbildung immer wichtiger, erläutert ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann. „Allerdings kann die Weiterbildung Versäumnisse in der Schul- und Hochschulpolitik nur sehr eingeschränkt kompensieren.“ Sie sei vielmehr auf eine tragfähige Allgemeinbildung angewiesen. Daher dürfe trotz der sich aktuell entfaltenden Krisendynamik bei den Bildungsausgaben nicht gespart werden, mahnt Bruckmann. „Im Gegenteil, wir brauchen weitere Investitionen, um die Konkurrenzfähigkeit unseres Bildungssystems – und damit auch die Zukunft des Industriestandortes als Kern unseres Wohlstandes – zu erhalten.“

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Erfolgreicher führen durch gelebte Vielfalt

ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann und Staatsministerin Dr. Maria Böhmer, MdB bei der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt. Foto: obs/Charta der Vielfalt e.V.

22. November 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat sich der Initiative „Charta für Vielfalt“ angeschlossen. Bei der Unterzeichnung der Charta in Anwesenheit der Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bekräftigte ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann seine Überzeugung über den Wert gelebter Vielfalt in den Unternehmen.

„Unsere Mitglieder wollen in ihrer Führungsrolle dazu beitragen, dass die Chancen einer gelebten Vielfalt genutzt werden. Eine diverse Führungsebene bietet Wettbewerbsvorteile: Sie kann gemischte Teams besser führen, neue Märkte und vielfältige Kundenbedürfnisse schneller erkennen und diesen entsprechen. Die Forderung nach mehr Vielfalt möchten wir sowohl im Austausch mit den anderen Mitgliedern, als auch in der politischen Kommunikation nach außen offensiv vertreten und so einen Beitrag zum Erfolg der Charta leisten.“

Dass ein erfolgreiches Diversity-Management die Führungsebene in Unternehmen bereichert, betonte auch Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V.: „Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichten sich die Führungskräfte in Unternehmen, ein vorurteilsfreies und offenes Arbeitsumfeld zu fördern. Dies ist natürlich ein wichtiges Argument für Arbeitgeber, wenn es gilt, Talente für sich zu gewinnen.“

Die gesellschaftlichen Auswirkungen einer an Vielfalt ausgerichteten Unternehmenskultur betonte Staatsministerin Böhmer. Sie begrüßte den Beitritt des Führungskräfteverbandes zur Charta der Vielfalt auch als Signal an die Gleichstellung der Geschlechter im Berufsleben: „Vorausdenkende Unternehmen haben erkannt, dass Diversity-Management  erheblich zum Unternehmenserfolg beiträgt. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass gemischte Teams bessere Ergebnisse erzielen. Dies ist eine Herausforderung für Führungskräfte. Vor diesem Hintergrund ist es sehr erfreulich, dass der Deutsche Führungskräfteverband sich mit seinem Beitritt zur Charta dazu bekennt, zur Förderung von  Vielfalt in Führungspositionen beizutragen", so Staatsministerin Böhmer.

(Grundlage dieser Pressemitteilung: Pressemitteilung des Vereins Charta für Vielfalt e.V.  vom 22. November 2012)

Mehr Informationen über die Charta für Vielfalt

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Koalitionsgipfel: Führungskräfte begrüßen Fortschritte bei Reformprojekten

7. November 2011

Nach lang andauernder Stagnation hat die Regierungskoalition konkrete Fortschritte bei wichtigen Reformprojekten erzielt. Dies begrüßt der Deutsche Führungskräfteverband ULA ausdrücklich.

„Die Vereinbarung über die Abmilderung der kalten Progression war überfällig“, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme in einer ersten Reaktion auf den Koalitionsgipfel. Eine bessere Anpassung des Steuertarifs an die Inflation schütze die Arbeitnehmer und die von ihnen erarbeiteten Einkommenszuwächse vor „heimlichen“ Steuererhöhungen. Gleichzeitig mahnte Ramme: „Natürlich muss die Regierung auch am Ziel des Schuldenabbaus festhalten – ohne Wenn und Aber.“ Denn Steuervereinfachung und Schuldenabbau seien aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA keine unvereinbaren Gegensätze.

Zustimmung beim Deutschen Führungskräfteverband ULA findet auch die Tatsache, dass der Anstieg des Pflegeversicherungsbeitrags mit 0,1 Prozentpunkten geringer ausfällt, als bislang vermutet. Dazu Ludger Ramme: „Eine ergänzende kapitalgedeckte Reserve ist eine sinnvolle, nachhaltige Maßnahme. Richtig ausgestaltet, kann sie künftige Beitragszahler vor zusätzlichen finanziellen Leistungen abschirmen.“

Differenziert bewertet Ramme die familienpolitischen Beschlüsse des Koalitionsausschusses. So sei gegen ein Betreuungsgeld als Honorierung der elterlichen Betreuungsleistung grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings dürfe die Regierung ihre Verpflichtung, zu einem flächendeckenden Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen beizutragen, nicht aus den Augen zu verlieren: „Erst ein ausreichendes Betreuungsangebot schafft die Voraussetzungen für eine wirklich freie Entscheidung von Eltern junger Kinder über die Verteilung ihrer Zeit zwischen Beruf und Familie.“ Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs sollte weiter daran gearbeitet werden, Hindernisse für eine Erwerbsbeteiligung insbesondere junger Mütter abzubauen.

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Solidarität ja – aber nicht grenzenlos

29. September 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA fordert dazu auf, die Widerstände gegen die heutige Entscheidung des Bundestages zur Ausweitung des Eurorettungsschirms als grundlegende Besorgnis in der Bevölkerung weiter ernst zu nehmen. Es war zwar nach Lage der Dinge keine andere Entscheidung mehr möglich, weshalb Deutschlands Führungskräfte die Unterstützung des Rettungsschirms auch noch für richtig erachten.

Allerdings muss klar sein, dass die Risiken immer höherer Bürgschaften für andere Länder in jedem Einzelfall gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung abzuwägen  sind. Diese Form der Euro-Rettungspolitik wird sich auf Dauer nur legitimieren lassen, wenn auch eine klare Grenze für die Hilfe an überschuldete Länder gezogen wird.

Die nun erkaufte Zeit muss auch genutzt werden. Der Euro wurde politisch als stabile Währung geschaffen. Dies ist auch in den Verträgen festgelegt. Jeder Euro-Staat wusste mit seinem Beitritt zur Währung worauf er sich einlässt. Einige Staaten wollten sogar bewusst und aus guten Gründen ihre unsicheren nationalen Währungen gegen einen verlässlichen Euro eintauschen.
Die Politiker aller Euro-Staaten müssen sich in ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik endlich an diese Ziele der Verträge halten. Die europäischen Organe müssen sie in ihrem in der Folge notwendigen  politischen Handeln beraten und unterstützen.

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Führungskräfte fordern grundlegende Steuerreform

Diskutierten das ULA-Steuerpapier: Dr. Barbara Höll (Die Linke), Dr. Daniel Volk (FDP), Uwe Jüttner (BVBC, Moderator der Veranstaltung), Dr. Antje Tillmann (CDU), Lothar Binding (SPD), Dr. Thomas Gambke (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: ULA

28. September 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat die Bundesregierung
dazu aufgerufen, ungeachtet der Herausforderungen durch die
Schuldenkrise das Ziel einer grundlegenden Reform des
Steuerrechts nicht aus den Augen zu verlieren.

ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann: „Das oberste Ziel muss
darin bestehen, die enorme Komplexität des Steuerrechts zu
reduzieren. Das aktuelle System ist in hohem Maße intransparent
und schwächt die Akzeptanz bei den Bürgern. Die Intransparenz
erhöht zudem den Aufwand der Steuererhebung enorm. Das ist
unökonomisch, sowohl für den Fiskus als auch für den
Steuerbürger.“

Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Führungskräfteverband
ULA

  • mehr Kontinuität in der Steuergesetzgebung,
  • die Einführung einer Qualitätssicherung in der Steuergesetzgebung,
  • eine Steuerentlastung für junge Leistungsträger und Bezieher mittlerer Einkommen,
  • eine konsequente Prüfung aller Subventionen
  • sowie die aktive Wahrnehmung der Verantwortung für die Ausgestaltung des Steuerrechts durch den Gesetzgeber
  • und eine Begrenzung der Entscheidungsspielräume der Finanzverwaltung.

Zum Volltext des Positionspapiers

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Schuldenkrise: Führungskräfte fordern Kostenbegrenzung

19. September 2011

Für die Führungskräfte in Deutschland sind die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit des deutschen Staatshaushalts in der Schuldenkrise erreicht. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. In einer Bewertung der aktuell kursierenden Lösungsvorschläge für die Schuldenkrise lehnen

  • 91 Prozent der Befragten Euro-Bonds,
  • 83 Prozent den Kauf weiterer Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten durch die Europäische Zentralbank,
  • und 80 Prozent eine weitere Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes ab.

Dagegen mehrheitlich befürwortet werden

  • die Beteiligung privater Gläubiger durch einen Teilschuldenerlass oder eine Umschuldung (81 Prozent),
  • eine Erhöhung des Einflusses der EU auf die Haushaltspolitik der Mitgliedsstaaten (75 Prozent),
  • sowie ein möglicher Austritt Griechenlands und gegebenenfalls anderer hochverschuldeter Staaten aus der Euro-Zone (63 Prozent).

Von der Politik der Bundesregierung im Umgang mit der Schuldenkrise sind die insgesamt 300 Umfrageteilnehmer wenig überzeugt. In Schulnoten ausgedrückt erhält die schwarz-gelbe Koalitionsregierung die Note 3,8. 24 Prozent der Befragten vergeben die Note 5, 13 Prozent sogar die Note 6.

Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Führungskräfteverband ULA ein politisches Positionspapier zur Schuldenkrise erstellt.

Darin fordert er Bundesregierung und Bundestag dazu auf,

  • weitere Ermächtigungen für Bürgschaften für Kredite an die Krisenstaaten nur gegen verbindliche sanktionsbewehrte Auflagen und gegen die Übertragung von angemessenen Sicherheiten für alle helfenden Staaten zu beschließen,
  • die Risiken aus den Bürgschaften gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung abzuwägen. Insbesondere sollte eine klare Grenze für die Hilfe an überschuldete Länder gezogen werden und somit auch ein Plan bereit stehen für den Fall, dass eine Rettung der Krisenstaaten über Bürgschaften zu teuer wird.

Zur vollständigen Auswertung der Umfrage gelangen Sie hier.
Zum Positionspapier gelangen Sie hier.


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Compliance: Führungskräfte mit moralischem Kompass

26. August 2011

Studien zufolge haben deutsche Unternehmen ihre Compliance-Maßnahmen in den letzten Jahren stark ausgebaut. Der Deutsche Füh-rungskräfteverband ULA hält diese Entwicklung für folgerichtig.

„Die Unternehmen haben begriffen: Compliance ist von hoher Bedeutung, ethisch und wirtschaftlich“, erklärt ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.

„Ob KMU oder Großkonzern: Es ist richtig und notwendig, in effektive und vor allem funktionierende Kontrollmechanismen zu in-vestieren.“ Dabei dürfe es aber nicht bleiben: „Jegliches Kontrollsystem unterliegt einem ständigem Optimierungsbedarf, gerade im Hinblick auf die Risikobewertung“, so Ramme weiter. Nur wenn Compliance intelligent und flexibel umgesetzt werde, könne Missbrauch verhindert werden.

Führungskräfte stehen dabei im besonderen Fokus: Sie übernehmen täglich Verantwortung für ihre Unternehmen, sind aber gleichzeitig einem immer höheren Leistungsdruck ausgesetzt. Entgegen anderslautenden Berichten führen hohe Belastungen jedoch nicht zu einer Steigerung des kriminellen Potenzials: Im Gegenteil, der moralische Kompass bei Führungskräften funktioniere hervorragend, betont Ludger Ramme. „Gerade wir als Führungskräfteverband fordern seit langem, ethische Normen in Compliance-Richtlinien einzubeziehen. Ethik und Compliance sind nicht voneinander zu trennen.“

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA setzt sich klar für eine weitere Stärkung von Compliance-Aktivitäten ein. „Es gilt dabei, diejenigen zu schützen, die mithelfen, Missstände in Unternehmen aufzudecken“, so der ULA-Hauptgeschäftsführer, „und gleichzeitig zwingend zu vermeiden, dass Denunziantentum Vorschub geleistet wird.“ In dieser Hinsicht habe das sogenannte Whistleblower-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Diskussionsanstöße gegeben.

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Führungskräfte warnen vor Gefährdung der Betriebsrente durch EU-Pläne

19. Juli 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA warnt vor einer Beschädigung der bewährten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung durch aktuelle Harmonisierungspläne der EU-Kommission.

Der Vize-Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA und 1. Vorsitzende des VAA, Dr. Thomas Fischer: „Unsere Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung erfüllen bereits heute alle Anforderungen, die die EU-Kommission für zukunftsfähige Rentensysteme aufgestellt hat. Sie erbringen angemessene Renten, sind nachhaltig finanziert, flexibel und insolvenzsicher. Wir sehen daher keinen Bedarf für ein starres Einheits-Schema, das funktionierenden Systemen ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Besonderheiten übergestülpt wird.“

Noch in diesem Herbst wird die EU-Kommission im Rahmen eines „Weißbuches“ konkrete Reformideen präsentieren.

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA, seine Mitgliedsverbände und der europäische Dachverband CEC – European Managers werden auf diese Vorschläge reagieren.

Bereits bei der Stellungnahme zu dem „Grünbuch“ aus dem Jahr 2010 mit ersten Vorschlägen für eine Harmonisierung des Rentenrechts wurde deutlich: Die europäischen Führungskräfteverbände sind sich einig in ihrer Überzeugung, dass der Funktionsfähigkeit und Verlässlichkeit bestehender Rentensysteme der klare Vorrang vor einer erzwungenen Harmonisierung gebührt.


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Führungskräfte begrüßen Pläne für Abmilderung der kalten Progression

24. Juni 2011

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, noch in dieser Legislaturperiode gesetzgeberische Schritte zur Abmilderung der kalten Progression im Steuerrecht zu ergreifen.

ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme sieht im Einstieg in die Beseitigung der kalten Progression einen längst überfälligen Schritt in Richtung eines faireren und transparenteren Steuersystems: „Der Deutsche Führungskräfteverband ULA vertritt diese Forderung bereits seit Jahren. Wir freuen uns, dass die Regierung sich nun anschickt, ihr Wahlkampfversprechen einzulösen.“

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Deutschlands Führungskräfte sind besorgt über die Sicherstellung der Energieversorgung

30.05.2011 Angesichts des von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegs bis spätestens 2022 mahnt der Deutsche Führungskräfteverband ULA einen konsequenten Ausbau der Stromnetze an. Der Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung dürfe die Standort- und Investitionssicherheit für die Industrie nicht aufs Spiel setzen.

"Die Ereignisse der letzten Monate haben in Politik und Gesellschaft zu einer Änderung der Risikobewertung geführt", kommentiert  der Hauptgeschäftsführer des Mitgliedsverbandes Chemie Gerhard Kronisch den jüngsten Atomkonsens der Bundesregierung. Wenn der Atomausstieg nicht zur Abwanderung von Industrie führen solle, komme alles darauf an, den Um- und Ausbau der Stromnetze mit höchster Dringlichkeit voranzutreiben, so Kronisch weiter. "Der Bedarf an neuen Leitungen und Netzen ist enorm, und uns bleibt leider nur sehr wenig Zeit für den Netzausbau." Zu keinem Zeitpunkt dürfe es dabei zu Versorgungslücken für die Industrie kommen, warnt Kronisch. Gerade bei der Anbindung der Produktionsstandorte in Süddeutschland an erneuerbare Energiequellen im Norden klaffe zwi-schen Anspruch und Wirklichkeit eine riesige Lücke.

"Für die energieintensiven Industriebranchen hierzulande ist es von existentieller Bedeutung, Strom zu langfristig kalkulierbaren und konkurrenzfähigen Preisen zu beziehen", betont Kronisch. Die Unternehmen bräuchten Investitionssicherheit und eine klare Perspektive. Denn nur so sei der Wettbewerbsvorteil des Hochtechnologiestandortes Deutschland zu halten. Kronisch dazu: "Wir brauchen umgehend einen konkreten, detaillierten und verlässlichen Zeitplan für dieses ambitionierte Umstiegs-Szenario, der dann auch mit aller Konsequenz umgesetzt werden muss." Besorgt äußert sich Kronisch über mögliche Verzögerungen beim Netzausbau durch Widerstände in der Bevölkerung. Diese Bedenken gelte es ernst zu nehmen. "Primär ist hier die Politik in der Pflicht, die Akzeptanz der Industrie in der Gesellschaft zu stärken. Wir nehmen die Kanzlerin beim Wort, die zum Auftakt des internationalen Jahres der Chemie versprochen hat, sich für die Chemie in Deutschland stark zu machen."

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Deutscher Führungskräfteverband ULA wählt neuen Präsidenten

Dr. Wolfgang Bruckmann

Am 11. Mai 2011 ist Dr. Wolfgang Bruckmann (47) zum neuen Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Dr. Joachim Betz (63) an, der nach zwei Amtszeiten von 2005 bis Mai 2011 nicht mehr für das Amt kandidiert hat. Der promovierte Jurist Bruckmann ist Direktor der Verwaltung beim Bezirk Oberbayern in München und Vorsitzender des Bundesverbandes der Verwaltungsbeamten des höheren Dienstes (bvhd). Seit 2009 zählt der bvhd zu den Mitgliedsverbänden des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.

Das Amt des Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sei ein äußerst spannendes, so Bruckmann kurz nach seiner Wahl. „Der Verband widmet sich seit langem mit großer Sachkenntnis den Belangen der Führungskräfte. Er tut dies unter vielen Aspekten und in ganz unterschiedlichen Bereichen.“ Dies reiche von Einzelfragen des Steuerrechts über die Interessenvertretung im Unternehmen bis hin zu Grundsatzfragen der Führung, der Globalisierung und der Entwicklung der Europäischen Union. „Besonders wichtig ist es“, führt der neue ULA-Präsident fort, „über die Vertretung der Interessen unserer Mitglieder hinaus, Themen immer in ihrem politischen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen.“

Zugleich dankte ULA-Präsident Bruckmann seinem Vorgänger Dr. Joachim Betz für sein außerordentliches und erfolgreiches Engagement: „Zu Beginn der Amtszeit von Dr. Betz zählten fünf Verbände zu unserem Netzwerk. Heute, im sechzigsten Jahr unseres Bestehens, ist diese Zahl auf elf gestiegen.“ Dies sei nicht nur ein eindrucksvoller Beleg für die Attraktivität des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA als führende politische Vertretung von Führungskräften und hochqualifizierten Fachkräften, sondern zu einem Gutteil auch ein persönliches Verdienst seines Vorgängers.

Auch in Zukunft wird der Deutsche Führungskräfteverband ULA die Soziale Marktwirtschaft mitgestalten und Verständnis für notwendige Ver-änderungsprozesse vermitteln. Dazu Bruckmann: „Die vor uns liegenden Aufgaben müssen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gemeinsam in die Hand nehmen.“

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Deutscher Führungskräfteverband ULA nimmt Völklinger Kreis e.V. - als kooperierenden Mitgliedsverband auf

11. Mai 2011

Auf seiner Verbandsversammlung am 11. Mai hat der Deutsche Führungskräfteverband ULA den Bundesverband schwuler Führungskräfte – Völklinger Kreis e. V. (VK) als kooperierenden Mitgliedsverband aufgenommen. Die Zahl der im ULA-Netzwerk zusammengeschlossenen Verbände für Führungskräfte und hochqualifizierte Arbeitnehmer steigt damit auf elf.

„Der VK vertritt äußerst hochkarätige Führungskräfte, sowohl in angestellter als auch selbstständiger Stellung. Er deckt ein breites Spektrum von Funktionen und Branchen ab“, zeigte sich der neugewählte ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann erfreut über den Eintritt des VK in den ULA-Verbund. In seiner politischen Tätigkeit gelinge es dem VK in beeindruckender Weise, Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik von dem sozialen und wirtschaftlichen Wert gelebter Vielfalt zu überzeugen, so Bruckmann weiter. „Ich freue mich daher besonders über die mit dem Beitritt des VK verbundene inhaltliche Bereicherung und die Verstärkung unseres politischen Gewichts.“

Auf die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Führungskräfteverband freut sich Bernd Schachtsiek, Vorsitzender des VK: „Der VK kann von der Erfahrung, dem Know-how und den Kontakten der ULA sehr profitieren. Wir werden unsere Kontakte und vor allem die Expertise zum Diversity-Management in die Partnerschaft einbringen.“

 

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