Pressemitteilungen

bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat den traditionsreichen Verband "bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen" als kooperierendes Mitglied aufgenommen.

Der bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen gewährt seinen Mitgliedern Hilfestellung im Studium, Beruf und bei der Karriere.

Für ULA-Präsident Dr. Joachim Betz ist es "eine besondere Freude, einen so traditionsreichen und gut aufgestellten Verband wie den bdvb als Mitglied gewonnen zu haben." Auf Grund der engen und guten Zusammenarbeit im Rahmen des Aktionskreises Leistungsträger, so Betz weiter, wisse man, dass beide Verbände ein breiter Konsens in vielen Grundsatzfragen verbinde: "Ich freue mich auf den fachlichen Input des bdvb zur politischen Arbeit des Deutschen Führungskräfteverbands."

Für den Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte äußerte Professor Dr. Cornelia Scott, Präsidentin des bdvb: "Das Präsidium hat am 28. Mai 2010 die kooperierende ULA-Mitgliedschaft beschlossen. Wir freuen uns auf ein über die erfolgreiche und vertrauensvolle Projektarbeit hinaus gehendes Engagement im Deutschen Führungskräfteverband. In den angebotenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehen wir eine wertvolle Erweiterung unseres Netzwerkes für Ökonomen."

Kontakt:

Deutscher Führungskräfteverband ULA
Kaiserdamm 31
14057 Berlin

Telefon (030) 30 69 63-0
Fax (030) 30 69 63-13
Email: presse@ula.de

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Führungskräfte kritisieren halbherzige Reform der Finanzierungsbasis und fehlende Ansätze für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA bewertet die Eckpunkte der Bundesregierung für die nächste Gesundheitsreform als vertane Chance.

Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: "Die gesetzliche Krankenversicherung kann nur stabilisiert werden, wenn ihre Finanzierung endlich auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Dass die Regierung trotzdem daran festhält, ihre Beiträge nahezu ausschließlich auf versicherungspflichtiges Einkommen von Arbeitnehmern zu erheben, halten wir für einen Fehler."

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA kritisiert außerdem, dass durch das Instrument der Zusatzbeiträge die Arbeitgeber aus Ihrer Verantwortung für die Begrenzung des Ausgabenanstiegs entlassen werden.

Die Eckpunkte legen den Schluss nahe, dass künftige Ausgabensteigerung vorrangig über steigende Zusatzbeiträge und damit finanziell ausschließlich zu Lasten der Versicherten gegenfinanziert werden müssen.

Vor diesem Hintergrund kritisiert der Deutsche Führungskräfteverband das Fehlen wirksamer Instrumente zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Gesundheitswesen. Ludger Ramme: "Nach unserem Eindruck steigen in vielen Bereichen die Ausgaben stärker als es durch die Alterung und durch medizinischen Fortschritt gerechtfertigt wäre. Hier muss die Regierung dringend mit Vorschlägen nachlegen, wenn sie ihr Versprechen des "Mehr Netto vom Brutto" für die Arbeitnehmer einlösen möchte."

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Führungskräfte begrüßen Verzicht auf Kürzungen bei Bildung und Forschung sowie auf höhere Einkommensteuern

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA begrüßt, dass die Bundesregierung Ausgaben im zukunftsrelevanten Bereich Bildung und Forschung nicht streicht. Das Wachstumsziel muss gerade in  der Krise im Blick bleiben. "Deshalb ist es auch richtig, den Zwang zum Sparen nicht durch konjunkturschädliche und leistungsfeindliche Steuererhöhungen wie etwa eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei der Einkommenssteuer oder der Mehrwertsteuer abzuschwächen", so Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.

Eine abschließende Bewertung der strukturellen Ausgewogenheit und Wirksamkeit des Maßnahmenpakets ist derzeit nicht möglich. Insbesondere bei der aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbands ULA ebenso notwendigen wie angemessenen Einbeziehung der Finanzbranche sind noch Fragen offen. So steht die Einführung einer möglichen Bankenabgabe unter dem Vorbehalt entsprechender Einigungen auf EU- und G-20-Ebene.

Bei den Kürzungsvorschlägen im Sozialbereich weist das Sparpaket aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbands ULA noch mehrere Unstimmigkeiten auf.

Die Kürzungen im Bereich des Elterngelds fallen zwar geringer aus als in ersten Gerüchten über das Sparpaket vermutet. Sie laufen aber immer noch dem eigentlichen Ziel des Elterngelds zu wieder, nämlich die Anreize für eine Familiengründung für gut qualifizierte Arbeitnehmer zu erhöhen. Außerdem erfolgen sie auch zu einem Zeitpunkt, zu dem für das bisherige Elterngeld eine aussagefähige Evaluation des Erfolgs noch gar nicht stattfinden konnte. Die jetzt geplante Kürzung wird diese notwendige Bewertung zusätzlich erschweren.

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA warnt angesichts der angekündigten Kürzung von Bundeszuschüssen vor steigenden Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Dies stünde auch im Widerspruch zum Ziel dauerhaft stabiler Lohnnebenkosten.

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Euro-Krise: Kein Rückzug in die D-Mark bitte!

21. Mai 2010

Die deutschen Führungskräfte verlangen von den Politikern aller EU-Staaten angesichts der Euro-Krise eine beschleunigte europäische Integration.

„Der populistische Ruf ‚Zurück zur D-Mark!‘ taugt vielleicht für schnelle Schagzeilen, hat aber keine politische Substanz“, so Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.

Auch das Aufspannen eines kreditfinanzierten Milliarden-Rettungsschirmes wird das langfristige Vertrauen der Investoren nicht wiederherstellen. Nötig sind vielmehr konkrete Beschlüsse zur Reduzierung der Defizite der Staaten. Auch Deutschland muss hier liefern. Es bringt überhaupt nichts, nur mit dem Finger auf die zu zeigen, die noch viel tiefer in der Kreide stehen.

Mit den Beschlüssen zur Rettung des Euro haben die politischen Führer Europas entgegen allen Bekundungen (und vertraglichen Garantien) zugelassen, dass sich die Europäische Zentralbank  von ihrem Stabilitätskurs entfernt. Ob damit die Büchse der Pandora geöffnet wurde, steht entgegen allen Katastrophenszenarien aber beileibe noch nicht fest.

Es muss deshalb jetzt für die Euro-Zone eine bundesstaatliche, parlamentarisch kontrollierte europäische Finanzregierung mit umfassenden Kompetenzen geben.

Unumstößliche Geschäftsgrundlage muss dabei sein, nicht nur keine neuen Schulden aufzunehmen, sondern die alten Schulden zu tilgen.

Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind sieben Verbände, die insgesamt rund 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.

Ansprechpartner für die Presse:
Kay Berg
Geschäftsführer Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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Volkswagen Management Association neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA

4. Mai 2010

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA bleibt auf Wachstumskurs. Seit Anfang Mai ist die Volkswagen Management Association achtes Mitglied des ULA-Verbunds. Nach dem "Forum für Fach- und Führungskräfte" (Forum F3) ist dies der zweite Beitritt seit Jahresbeginn. Mit den Führungskräften des Volkswagen-Konzerns kommt nach der Deutsche Post DHL Management Association erneut ein unternehmensbezogener Führungskräfteverband zum größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.


Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind acht Verbände, die über 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.

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Steuerpolitik | Endlich Bewegung

13. April 2010

Die deutschen Führungskräfte begrüßen, dass mit dem überarbeiten Steuerkonzept der FDP nun eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für die Koalition existiert. Gleichzeitig appellieren sie an die Union, ihre demonstrative Blockadehaltung nun aufzugeben.

„Einem Steuertarif mit fünf Stufen, dessen Entlastungswirkung bei einem zu versteuernden Einkommen von 53.000 Euro endet, wird niemand ernsthaft Schlagseite zugunsten der ‚Reichen‘ vorwerfen können“, erklärte Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.

Der Weg hin zu mehr Pauschalen und weniger Ausnahmen ist der richtige, ebenso dass alle Ausnahmen von der Steuerpflicht in Frage gestellt werden sollen.

Argumentativ nachlegen sollte die FDP hingegen bei ihrer Einschätzung, dass  sich die Steuersenkung durch wachstumssteigernde Effekte zu immerhin 50 Prozent selbst finanziere. Ein allgemeiner  Verweis auf „wissenschaftliche Studien“ dürfte die Skeptiker nur schwerlich überzeugen.

Und dass die Arbeitslosenzahl bis zum Ende der Legislaturperiode um eine halbe Million unter der heutigen Quote liegt und allein dadurch zehn Milliarden Euro weniger ausgegeben werden müssten, ist derzeit nur ein frommer Wunsch.

Die Freien Demokraten haben genügend steuerpolitischen Sachverstand in ihren Reihen, um noch konkreter darzulegen, wie und wo sie Einsparpotenziale nutzen wollen.

Dennoch bleibt festzustellen: Endlich kommt wieder Bewegung in die steuerpolitische Debatte!

Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind sieben Verbände, die insgesamt rund 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.

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Nicht einfach nur eine „Lissabon-Strategie 2.0“

08. März 2010

Die deutschen Führungskräfte unterstützen die Europäische Kommission in ihrem Ziel, die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wachstumsraum der Welt – mit dauerhaftem Wirtschaftswachstum, einer höheren Beschäftigung und größerem sozialem Zusammenhalt – zu entwickeln. Sie warnen jedoch davor, statt einer wirklichen Neuausrichtung nur die gescheiterte Lissabon-Strategie wieder aufzulegen.

Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA und zugleich Generalsekretär der CEC, des größten Zusammenschlusses von Führungskräften in Europa:

„Die Lissabon-Strategie war ebenso ambitioniert wie richtig. Die Gründe für ihr Scheitern sind vielfältig. Die Kommission kann nun aber nicht einfach eine Fristverlängerung auf 2020, also ‚Lissabon 2.0‘ dekretieren. Sie muss zunächst mit den Mitgliedsstaaten und dem Parlament darüber diskutieren, welche Weichen anders gestellt werden sollten, damit wir in zehn Jahren nicht wieder genauso ratlos dastehen. Denn wenn uns die zurückliegenden Jahre eines gezeigt haben, dann ist es, dass auch ein Jahrzehnt rasend schnell vorbeigeht“.

Die Investitionen in die Forschung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, ist lebensnotwendig für den Wirtschaftsraum Europa. Auch das Festhalten an den Klimazielen und am Kampf gegen Armut stößt bei den deutschen Führungskräften auf uneingeschränkte Zusstimmmung. Ramme appellierte aber an die EU-Kommission, das Ziel des Bürokratieabbaus mit größerem Nachdruck zu verfolgen.

Die Führungskräfte begrüßen im Grundsatz zwar auch, dass die Kommission ausdrücklich die Mitgliedsstaaten in die Pflicht nimmt. Ob eine schärfere Aufsicht über die einzelnen Mitgliedsstaaten den Beinahebankrott von Griechenland verhindert hätte, erscheint aber mehr als fraglich. Denn es gab genügend Fachleute, die die Seriosität der von Athen gelieferten Zahlen von Beginn an in Zweifel gezogen haben – wie sich herausgestellt hat, zu Recht. Woran es fehlte, war der politische Wille, Konsequenzen zu ziehen.

Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind sieben Verbände, die insgesamt rund 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.

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Betriebliche Mitbestimmung | 20 Jahre gesetzliche Sprecherausschusswahlen: Eine Erfolgsgeschichte

19. Januar 2010

2010 stehen, parallel zu den Betriebsratswahlen, in über 500 deutschen Betrieben und Unternehmen die Vertretungen der Leitenden Angestellten zur Wiederwahl an.

1990 wurden in Deutschland zum ersten Mal Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten auf der gesetzlichen Grundlage des Sprecherausschussgesetzes gewählt. Während die Betriebsräte die Interessenvertretung der tariflichen und außertariflichen Mitarbeiter sicherstellen, sind es die Sprecherausschüsse, die die Interessen der Leitenden wahren.

Im Rahmen einer Feierstunde am Pariser Platz in Berlin würdigte Dr. Joachim Betz, Präsident des größten Zusammenschlusses von Führungskräften in Deutschland, die zwanzigjährige Erfolgsgeschichte: „Seit Verabschiedung des Gesetzes haben sich die Sprecherausschüsse in hervorragender Weise bewährt. Sie leisten, im Zusammenspiel mit den Betriebsräten, einen entscheidenden Beitrag zu einer erfolgreichen Interessenvertretung für alle Arbeitnehmer eines Unternehmens.

Zwei Jahrzehnte gesetzliche Sprecherausschusswahlen sind für die Führungskräfte und ihre politische Vertretung, den Deutschen Führungskräfteverband ULA, aber auch Anlass, den Blick darauf zu richten, wie es um die Zukunft der Sprecherausschüsse bestellt ist.

Betz: „Die Leitenden Angestellten, die 2010 neu oder wieder in die Sprecherausschüsse gewählt werden, haben keine leichte Aufgabe. Selbst wenn wir mit zwei blauen Augen aus der schwersten Wirtschaftskrise seit den Zwanzigerjahren kommen: Die Auswirkungen auf Unternehmen und Belegschaften werden auch in diesem Jahr noch überaus heftig sein. Neben dieser Aufgabe als ‚Katastrophenhelfer‘ wird es für die Sprecherausschüsse aber auch darum gehen, gemeinsam mit den Sozialpartnern neue Strategien und Wege zur Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Standorte zu finden“.

Für die Bundesregierung sprach Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, MdB, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die Sicht der Arbeitgeber legte Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dar.

Professor Wolfgang Hromadka, Emeritus für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht an der Universität Passau und früher selbst Leitender Angestellter, beleuchtete in seinem Festvortrag, wie es überhaupt zu Sprecherausschüssen gekommen ist – zunächst auf freiwilliger, dann auf gesetzlicher Ebene.

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Intern | Forum F3 neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat das „Forum für Fach- und Führungskräfte“, kurz „Forum F3“, als siebten Mitgliedsverband aufgenommen. Damit wird der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland weiter gestärkt.

Forum F3 ist ein im Oktober 2009 gegründetes junges und modernes Netzwerk für die Leistungselite. Es bietet seinen Mitgliedern umfangreiche Leistungen vom persönlichen Networking – national wie international – über die arbeitsrechtliche Beratung und Vertretung bis hin zur wirksamen Interessenvertretung gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit (www.forum-f3.de).

Dr. Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA: "Dass Forum F3 so bald nach seiner Gründung die Aufnahme im größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland beantragt hat, ist ein Vertrauensbeweis, der die Anziehungskraft belegt, die von unserem Spitzenverband ausgeht".

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Steuerpolitik | Bitte weniger Furor und mehr Vernunft

13. Januar 2010

Die deutschen Führungskräfte kritisieren die Art und Weise, wie die Koalition über eine mögliche Steuerreform diskutiert.

CDU, CSU und FDP verhalten sich wie trotzige Kinder, die sich im Sandkasten gegenseitig die Förmchen um die Ohren hauen“, erklärte Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. „Wenn die Regierungsparteien mit etwas weniger Furor und etwas mehr Vernunft an die Sache herangingen, würden sie feststellen, dass ihre Positionen einen Kompromiss nicht nur erlauben, sondern erzwingen“.

Für die Führungskräfte steht außer Frage, dass es eine Reform geben muss. Sie unterstützen darin ausdrücklich die FDP. Die Liberalen müssen sich aber von dem Mantra befreien, dass sich eine Steuersenkung komplett selbst finanziert. Ramme: „Das an sich absurde Unbehagen, das viele beim Gedanken an eine deutliche Steuersenkung empfinden, zeigt eine bedenkliche Erosion des Vertrauens in die Regierung. Die Bürger fürchten den Staat offensichtlich mittlerweile auch dann, wenn er ‚Geschenke‘ bringt“.

An die Union gerichtet appellieren die Führungskräfte, die Fundamentalopposition gegen eine Reform aufzugeben. „Es kann nicht sein, dass CDU und CSU sich dem dringenden Wunsch nach einem einfacheren, verständlichen und leistungsorientierten Steuersystem mit einem vernünftigen Tarifverlauf verschließen“.

Die Erwartung der Führungskräfte an die Politik ist daher klar:

Es ist verkraftbar, wenn die Reform nicht schon 2011 kommt. Es ist kein Weltuntergang, wenn die Entlastung geringer ausfällt. Aber es ist inakzeptabel, wenn das Steuersystem so bleibt, wie es ist.

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Klimagipfel in Kopenhagen | Manche mögen’s heiß - das Klima nicht

7. Dezember 2009

Die Führungskräfte in Deutschland und Europa fordern von ihren Regierungen, alles zu tun, um den Kopenhagener Klimagipfel zum Erfolg zu machen.

Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA, und Vizepräsident des europäischen Führungskräfteverbandes CEC:

„Wir erwarten von unseren nationalen Regierungen, aber auch von der Europäischen Union, dass sie der ihnen zugeschriebenen Rolle als Avantgarde des Kampfes gegen den Klimawandel und der Schonung unserer fossilen Ressourcen gerecht werden.
Natürlich muss es einen Kompromiss geben. Dieser darf aber auf keinen Fall das Ziel aufgeben, den weltweiten Temperaturanstieg zu begrenzen. Alles andere wäre ein Debakel.“

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Überwiegend richtige Weichenstellungen im Koalitionsvertrag

26. Oktober 2009

In einer ersten Reaktion hat sich der Präsident des Deutschen Führungskräfteverbands ULA, Joachim Betz, zufrieden mit dem Ausgang der Koalitionsverhandlungen gezeigt.

Der angekündigte Stufentarif bei der Einkommensteuer ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines einfachen und transparenten Steuersystems. Positiv ist auch, dass der Vertrag über die Maßnahmen zur Entlastung von Arbeitnehmern und Familien hinaus ein klares Bekenntnis zum Abbau der Staatsverschuldung enthält.

Schon jetzt ist die öffentliche Finanzlage durch die Mehrausgaben zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise aufs Äußerste angespannt. Eine dauerhafte Stabilisierung der Finanzmärkte ist daher von größter Wichtigkeit. Hierfür bieten die Vorschläge für eine wirkungsvollere Finanzaufsicht eine gute Grundlage.

Der Koalitionsvertrag sieht keine grundlegenden Änderungen bei Kündigungsschutz, Mitbestimmung und den tragenden Grundsätzen des Tarifrechts vor. Die Koalition würdigt so zu Recht den positiven Beitrag, den eine funktionierende Sozialpartnerschaft zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen in Deutschland leistet.

Der Deutsche Führungskräfteverband begrüßt angesichts der demographischen Veränderung den Plan, die umlagefinanzierte Pflegeversicherung um eine kapitalgedeckte Säule zu ergänzen.

Er unterstützt auch die Idee einer stärkeren Entkoppelung der Krankenversicherungsbeiträge vom Arbeitseinkommen. Damit wäre sichergestellt, dass alle Steuerzahler und nicht nur die abhängig Beschäftigten zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Bei der Vorbereitung der Reform müssen aber neue Instrumente entwickelt werden, um die Versicherten vor unnötigen Belastungen aus ungezügelt steigenden Kosten zu schützen. Dies gilt insbesonder angesichts des angekündigten "Einfrierens" der Arbeitgeberbeiträge.

Der Verband bewertet auch die Ankündigungen zur Bildungspolitik positiv, insbesondere zur Bildungsfinanzierung. Es ist richtig, dass die Bundesregierung trotz der vorrangigen Zuständigkeit der Länder ihre Handlungsmöglichkeiten in dieser Zukunftsfrage aktiv wahrnimmt.

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Koalitionsverhandlungen - Auslagerung von Defiziten in Sonderhaushalte ist ein Taschenspielertrick

22. Oktober 2009

Die deutschen Führungskräfte fordern von der neuen Regierung finanzpolitische Redlichkeit. Sie warnen davor, krisenbedingte Defizite der Sozialsysteme in einem Sonderhaushalt abzubilden und damit das wahre Ausmaß der Verschuldung des Bundes zu verschleiern.

„Der Staat muss, wie jeder Bürger auch, mit dem Geld auskommen, das er hat“, so Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. „Wenn die neue Regierung zu Taschenspielertricks greift, um vermeintliche Wahlversprechen zu erfüllen, geht sie mit dem großen Manko der finanzpolitischen Unredlichkeit an den Start“.

"Ihre überaus klare Mehrheit bei den deutschen Führungskräften haben CDU, CSU und FDP jedenfalls nicht vorrangig wegen radikaler Steuersenkungversprechen erzielt, sondern weil sich die Führungskräfte eine radikale Steuervereinfachung wünschen". Ein einfaches, transparentes und gerechtes System kann angesichts der finanziellen Lage des Staates auch aufkommensneutral ausgestaltet werden.

Mit finanzpolitischem Selbstbetrug wird Schwarz-Gelb zu einem Fall für den Schuldnerberater.

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Koalitionsverhandlungen - Mitbestimmung ist ein Standortvorteil

13.Oktober 2009

Die Überlegungen in den Koalitionsverhandlungen zum Abbau der betrieblichen und der Unternehmensmitbestimmung stoßen auf scharfen Widerspruch der deutschen Führungskräfte.

Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA: „Das deutsche Mitbestimmungssystem hat sich bewährt und ist ein Standortvorteil. Wer als eine Lehre aus der Finanzkrise Mäßigung und Langfristorientierung fordert, muss auch die positiven Wirkungen der Mitbestimmung anerkennen“.

„Betriebsräte und Sprecherausschüsse auf betrieblicher Ebene und die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat mit einem Leitenden Angestellten halten die Marktwirtschaft im Gleichgewicht“, so Betz weiter. „Die Kanzlerin hat daher völlig recht, wenn sie die Mitbestimmung als nicht wegzudenkenden Teil unserer Sozialen Marktwirtschaft bezeichnet“.

Betz wies zugleich darauf hin, dass angesichts der immer umfangreicheren Anforderungen an die Aufsichtsräte auch deren Verkleinerung nicht das Mittel der Wahl zur Effizienzsteigerung sein könne.

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