Pressemitteilungen Archiv
Übersicht
- 29. September 2011 : Solidarität ja - aber nicht grenzenlos
- 28. September 2011: Führungskräfte fordern grundlegende Steuerreform
- 19. September 2011: Schuldenkrise - Führungskräfte fordern Kostenbegrenzung
- 26. August 2011: Compliance: Führungskräfte mit moralischem Kompass
- 20. Juli 2011: Führungskräfte warnen vor Beschädigung der Betriebsrente durch EU-Rentenpläne
- 24. Juni 2011: Führungskräfte begrüßen Pläne für Abmilderung der kalten Progression
- 30. Mai 2011: Deutschlands Führungskräfte besorgt über die Sicherstellung der Energieversorgung
- 11. Mai 2011: Deutscher Führungskräfteverband ULA wählt neuen Präsidenten
- 11. Mai 2011: Völklinger Kreis e.V. wird kooperierender Mitgliedsverband
- 2. März 2011: Führungskräfte kritisieren Verteuerung bei der Absicherung von Lebensrisiken
- 28. Februar 2011: Führungskräfte warnen vor Überregulierung bei Reform der Arbeitszeitrichtlinie
- 23. Februar: 2011: Mehr flexible Instrumente beim Übergang vom Erwerbsleben in die Rente
- 2. Februar 2011: Führungskräfte begrüßen höhere Zuverdienstgrenzen
- 26. Januar 2011: Steuerpolitik: Führungskräfte fordern mutigere Reformen
- 20. Dezember 2010: Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) neues Mitglied im Deutschen Führungskräfteverband ULA
- 13. Dezember 2010: Führungskräfte gegen Abschaffung der privaten Krankenversicherung
- 24. November 2010: Bundesverdienstkreuz an Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA Dr. Joachim Betz verliehen
- 24. November 2010: Führungskräfte warnen: EU-Rentenpläne beschädigen Betriebsrente
- 11. Oktober 2010: Wechsel des Pressesprechers
- 1. Oktober 2010: Kostenerstattung bringt Vorteile für das Gesundheitswesen
- 11. August 2010: Führungskräfte halten an Rente mit 67 fest, fordern aber mehr Flexibilität
- 15. Juli 2010: bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA
- 09. Juli 2010: Führungskräfte kritisieren halbherzige Reform der Finanzierungsbasis und fehlende Ansätze für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit
- 08. Juni 2010: Führungskräfte begrüßen Verzicht auf Kürzungen bei Bildung und Forschung
- 21. Mai 2010: Euro-Krise | Kein Rückzug in die D-Mark bitte!
- 4. Mai 2010: Volkswagen Management Association neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA
- 13.04.2010: Steuerpolitik | Endlich Bewegung
- 08.03.2010: Nicht einfach nur eine „Lissabon-Strategie 2.0“
- 19.01.2010: Betriebliche Mitbestimmung | 20 Jahre gesetzliche Sprecherausschusswahlen
- 18.01.2010: Intern | Forum F3 neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes
- 13.01.2010: Weniger Furor und mehr Vernunft
- 07.12.2009: Klimagipfel in Kopenhagen | Manche mögen’s heiß - das Klima nicht
- 26.10.2009: Überwiegend richtige Weichenstellungen im Koalitionsvertrag
- 22.10.2009: Auslagerung von Defiziten in Sonderhaushalte ist ein Taschenspielertrick
- 13.10.2009: Koalitionsverhandlungen - Mitbestimmung ist ein Standortvorteil
Die aktuellsten Pressemitteilungen finden Sie hier
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Solidarität ja – aber nicht grenzenlos
29. September 2011
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA fordert dazu auf, die Widerstände gegen die heutige Entscheidung des Bundestages zur Ausweitung des Eurorettungsschirms als grundlegende Besorgnis in der Bevölkerung weiter ernst zu nehmen. Es war zwar nach Lage der Dinge keine andere Entscheidung mehr möglich, weshalb Deutschlands Führungskräfte die Unterstützung des Rettungsschirms auch noch für richtig erachten.
Allerdings muss klar sein, dass die Risiken immer höherer Bürgschaften für andere Länder in jedem Einzelfall gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung abzuwägen sind. Diese Form der Euro-Rettungspolitik wird sich auf Dauer nur legitimieren lassen, wenn auch eine klare Grenze für die Hilfe an überschuldete Länder gezogen wird.
Die nun erkaufte Zeit muss auch genutzt werden. Der Euro wurde politisch als stabile Währung geschaffen. Dies ist auch in den Verträgen festgelegt. Jeder Euro-Staat wusste mit seinem Beitritt zur Währung worauf er sich einlässt. Einige Staaten wollten sogar bewusst und aus guten Gründen ihre unsicheren nationalen Währungen gegen einen verlässlichen Euro eintauschen.
Die Politiker aller Euro-Staaten müssen sich in ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik endlich an diese Ziele der Verträge halten. Die europäischen Organe müssen sie in ihrem in der Folge notwendigen politischen Handeln beraten und unterstützen.
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Führungskräfte fordern grundlegende Steuerreform

- Diskutierten das ULA-Steuerpapier: Dr. Barbara Höll (Die Linke), Dr. Daniel Volk (FDP), Uwe Jüttner (BVBC, Moderator der Veranstaltung), Dr. Antje Tillmann (CDU), Lothar Binding (SPD), Dr. Thomas Gambke (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: ULA
28. September 2011
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat die Bundesregierung
dazu aufgerufen, ungeachtet der Herausforderungen durch die
Schuldenkrise das Ziel einer grundlegenden Reform des
Steuerrechts nicht aus den Augen zu verlieren.
ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann: „Das oberste Ziel muss
darin bestehen, die enorme Komplexität des Steuerrechts zu
reduzieren. Das aktuelle System ist in hohem Maße intransparent
und schwächt die Akzeptanz bei den Bürgern. Die Intransparenz
erhöht zudem den Aufwand der Steuererhebung enorm. Das ist
unökonomisch, sowohl für den Fiskus als auch für den
Steuerbürger.“
Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Führungskräfteverband
ULA
- mehr Kontinuität in der Steuergesetzgebung,
- die Einführung einer Qualitätssicherung in der Steuergesetzgebung,
- eine Steuerentlastung für junge Leistungsträger und Bezieher mittlerer Einkommen,
- eine konsequente Prüfung aller Subventionen
- sowie die aktive Wahrnehmung der Verantwortung für die Ausgestaltung des Steuerrechts durch den Gesetzgeber
- und eine Begrenzung der Entscheidungsspielräume der Finanzverwaltung.
Zum Volltext des Positionspapiers
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Schuldenkrise: Führungskräfte fordern Kostenbegrenzung
19. September 2011
Für die Führungskräfte in Deutschland sind die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit des deutschen Staatshaushalts in der Schuldenkrise erreicht. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. In einer Bewertung der aktuell kursierenden Lösungsvorschläge für die Schuldenkrise lehnen
- 91 Prozent der Befragten Euro-Bonds,
- 83 Prozent den Kauf weiterer Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten durch die Europäische Zentralbank,
- und 80 Prozent eine weitere Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes ab.
Dagegen mehrheitlich befürwortet werden
- die Beteiligung privater Gläubiger durch einen Teilschuldenerlass oder eine Umschuldung (81 Prozent),
- eine Erhöhung des Einflusses der EU auf die Haushaltspolitik der Mitgliedsstaaten (75 Prozent),
- sowie ein möglicher Austritt Griechenlands und gegebenenfalls anderer hochverschuldeter Staaten aus der Euro-Zone (63 Prozent).
Von der Politik der Bundesregierung im Umgang mit der Schuldenkrise sind die insgesamt 300 Umfrageteilnehmer wenig überzeugt. In Schulnoten ausgedrückt erhält die schwarz-gelbe Koalitionsregierung die Note 3,8. 24 Prozent der Befragten vergeben die Note 5, 13 Prozent sogar die Note 6.
Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Führungskräfteverband ULA ein politisches Positionspapier zur Schuldenkrise erstellt.
Darin fordert er Bundesregierung und Bundestag dazu auf,
- weitere Ermächtigungen für Bürgschaften für Kredite an die Krisenstaaten nur gegen verbindliche sanktionsbewehrte Auflagen und gegen die Übertragung von angemessenen Sicherheiten für alle helfenden Staaten zu beschließen,
- die Risiken aus den Bürgschaften gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung abzuwägen. Insbesondere sollte eine klare Grenze für die Hilfe an überschuldete Länder gezogen werden und somit auch ein Plan bereit stehen für den Fall, dass eine Rettung der Krisenstaaten über Bürgschaften zu teuer wird.
Zur vollständigen Auswertung der Umfrage gelangen Sie hier.
Zum Positionspapier gelangen Sie hier.
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Compliance: Führungskräfte mit moralischem Kompass
26. August 2011
Studien zufolge haben deutsche Unternehmen ihre Compliance-Maßnahmen in den letzten Jahren stark ausgebaut. Der Deutsche Füh-rungskräfteverband ULA hält diese Entwicklung für folgerichtig.
„Die Unternehmen haben begriffen: Compliance ist von hoher Bedeutung, ethisch und wirtschaftlich“, erklärt ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.
„Ob KMU oder Großkonzern: Es ist richtig und notwendig, in effektive und vor allem funktionierende Kontrollmechanismen zu in-vestieren.“ Dabei dürfe es aber nicht bleiben: „Jegliches Kontrollsystem unterliegt einem ständigem Optimierungsbedarf, gerade im Hinblick auf die Risikobewertung“, so Ramme weiter. Nur wenn Compliance intelligent und flexibel umgesetzt werde, könne Missbrauch verhindert werden.
Führungskräfte stehen dabei im besonderen Fokus: Sie übernehmen täglich Verantwortung für ihre Unternehmen, sind aber gleichzeitig einem immer höheren Leistungsdruck ausgesetzt. Entgegen anderslautenden Berichten führen hohe Belastungen jedoch nicht zu einer Steigerung des kriminellen Potenzials: Im Gegenteil, der moralische Kompass bei Führungskräften funktioniere hervorragend, betont Ludger Ramme. „Gerade wir als Führungskräfteverband fordern seit langem, ethische Normen in Compliance-Richtlinien einzubeziehen. Ethik und Compliance sind nicht voneinander zu trennen.“
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA setzt sich klar für eine weitere Stärkung von Compliance-Aktivitäten ein. „Es gilt dabei, diejenigen zu schützen, die mithelfen, Missstände in Unternehmen aufzudecken“, so der ULA-Hauptgeschäftsführer, „und gleichzeitig zwingend zu vermeiden, dass Denunziantentum Vorschub geleistet wird.“ In dieser Hinsicht habe das sogenannte Whistleblower-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Diskussionsanstöße gegeben.
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Führungskräfte warnen vor Gefährdung der Betriebsrente durch EU-Pläne
19. Juli 2011
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA warnt vor einer Beschädigung der bewährten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung durch aktuelle Harmonisierungspläne der EU-Kommission.
Der Vize-Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA und 1. Vorsitzende des VAA, Dr. Thomas Fischer: „Unsere Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung erfüllen bereits heute alle Anforderungen, die die EU-Kommission für zukunftsfähige Rentensysteme aufgestellt hat. Sie erbringen angemessene Renten, sind nachhaltig finanziert, flexibel und insolvenzsicher. Wir sehen daher keinen Bedarf für ein starres Einheits-Schema, das funktionierenden Systemen ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Besonderheiten übergestülpt wird.“
Noch in diesem Herbst wird die EU-Kommission im Rahmen eines „Weißbuches“ konkrete Reformideen präsentieren.
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA, seine Mitgliedsverbände und der europäische Dachverband CEC – European Managers werden auf diese Vorschläge reagieren.
Bereits bei der Stellungnahme zu dem „Grünbuch“ aus dem Jahr 2010 mit ersten Vorschlägen für eine Harmonisierung des Rentenrechts wurde deutlich: Die europäischen Führungskräfteverbände sind sich einig in ihrer Überzeugung, dass der Funktionsfähigkeit und Verlässlichkeit bestehender Rentensysteme der klare Vorrang vor einer erzwungenen Harmonisierung gebührt.
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Führungskräfte begrüßen Pläne für Abmilderung der kalten Progression
24. Juni 2011
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, noch in dieser Legislaturperiode gesetzgeberische Schritte zur Abmilderung der kalten Progression im Steuerrecht zu ergreifen.
ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme sieht im Einstieg in die Beseitigung der kalten Progression einen längst überfälligen Schritt in Richtung eines faireren und transparenteren Steuersystems: „Der Deutsche Führungskräfteverband ULA vertritt diese Forderung bereits seit Jahren. Wir freuen uns, dass die Regierung sich nun anschickt, ihr Wahlkampfversprechen einzulösen.“
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Deutschlands Führungskräfte sind besorgt über die Sicherstellung der Energieversorgung
30.05.2011
Angesichts des von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegs bis spätestens 2022 mahnt der Deutsche Führungskräfteverband ULA einen konsequenten Ausbau der Stromnetze an. Der Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung dürfe die Standort- und Investitionssicherheit für die Industrie nicht aufs Spiel setzen.
"Die Ereignisse der letzten Monate haben in Politik und Gesellschaft zu einer Änderung der Risikobewertung geführt", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Mitgliedsverbandes Chemie Gerhard Kronisch den jüngsten Atomkonsens der Bundesregierung. Wenn der Atomausstieg nicht zur Abwanderung von Industrie führen solle, komme alles darauf an, den Um- und Ausbau der Stromnetze mit höchster Dringlichkeit voranzutreiben, so Kronisch weiter. "Der Bedarf an neuen Leitungen und Netzen ist enorm, und uns bleibt leider nur sehr wenig Zeit für den Netzausbau." Zu keinem Zeitpunkt dürfe es dabei zu Versorgungslücken für die Industrie kommen, warnt Kronisch. Gerade bei der Anbindung der Produktionsstandorte in Süddeutschland an erneuerbare Energiequellen im Norden klaffe zwi-schen Anspruch und Wirklichkeit eine riesige Lücke.
"Für die energieintensiven Industriebranchen hierzulande ist es von existentieller Bedeutung, Strom zu langfristig kalkulierbaren und konkurrenzfähigen Preisen zu beziehen", betont Kronisch. Die Unternehmen bräuchten Investitionssicherheit und eine klare Perspektive. Denn nur so sei der Wettbewerbsvorteil des Hochtechnologiestandortes Deutschland zu halten. Kronisch dazu: "Wir brauchen umgehend einen konkreten, detaillierten und verlässlichen Zeitplan für dieses ambitionierte Umstiegs-Szenario, der dann auch mit aller Konsequenz umgesetzt werden muss." Besorgt äußert sich Kronisch über mögliche Verzögerungen beim Netzausbau durch Widerstände in der Bevölkerung. Diese Bedenken gelte es ernst zu nehmen. "Primär ist hier die Politik in der Pflicht, die Akzeptanz der Industrie in der Gesellschaft zu stärken. Wir nehmen die Kanzlerin beim Wort, die zum Auftakt des internationalen Jahres der Chemie versprochen hat, sich für die Chemie in Deutschland stark zu machen."
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Deutscher Führungskräfteverband ULA wählt neuen Präsidenten

- Dr. Wolfgang Bruckmann
Am 11. Mai 2011 ist Dr. Wolfgang Bruckmann (47) zum neuen Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Dr. Joachim Betz (63) an, der nach zwei Amtszeiten von 2005 bis Mai 2011 nicht mehr für das Amt kandidiert hat. Der promovierte Jurist Bruckmann ist Direktor der Verwaltung beim Bezirk Oberbayern in München und Vorsitzender des Bundesverbandes der Verwaltungsbeamten des höheren Dienstes (bvhd). Seit 2009 zählt der bvhd zu den Mitgliedsverbänden des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.
Das Amt des Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sei ein äußerst spannendes, so Bruckmann kurz nach seiner Wahl. „Der Verband widmet sich seit langem mit großer Sachkenntnis den Belangen der Führungskräfte. Er tut dies unter vielen Aspekten und in ganz unterschiedlichen Bereichen.“ Dies reiche von Einzelfragen des Steuerrechts über die Interessenvertretung im Unternehmen bis hin zu Grundsatzfragen der Führung, der Globalisierung und der Entwicklung der Europäischen Union. „Besonders wichtig ist es“, führt der neue ULA-Präsident fort, „über die Vertretung der Interessen unserer Mitglieder hinaus, Themen immer in ihrem politischen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen.“
Zugleich dankte ULA-Präsident Bruckmann seinem Vorgänger Dr. Joachim Betz für sein außerordentliches und erfolgreiches Engagement: „Zu Beginn der Amtszeit von Dr. Betz zählten fünf Verbände zu unserem Netzwerk. Heute, im sechzigsten Jahr unseres Bestehens, ist diese Zahl auf elf gestiegen.“ Dies sei nicht nur ein eindrucksvoller Beleg für die Attraktivität des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA als führende politische Vertretung von Führungskräften und hochqualifizierten Fachkräften, sondern zu einem Gutteil auch ein persönliches Verdienst seines Vorgängers.
Auch in Zukunft wird der Deutsche Führungskräfteverband ULA die Soziale Marktwirtschaft mitgestalten und Verständnis für notwendige Ver-änderungsprozesse vermitteln. Dazu Bruckmann: „Die vor uns liegenden Aufgaben müssen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gemeinsam in die Hand nehmen.“
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Deutscher Führungskräfteverband ULA nimmt Völklinger Kreis e.V. - als kooperierenden Mitgliedsverband auf

11. Mai 2011
Auf seiner Verbandsversammlung am 11. Mai hat der Deutsche Führungskräfteverband ULA den Bundesverband schwuler Führungskräfte – Völklinger Kreis e. V. (VK) als kooperierenden Mitgliedsverband aufgenommen. Die Zahl der im ULA-Netzwerk zusammengeschlossenen Verbände für Führungskräfte und hochqualifizierte Arbeitnehmer steigt damit auf elf.
„Der VK vertritt äußerst hochkarätige Führungskräfte, sowohl in angestellter als auch selbstständiger Stellung. Er deckt ein breites Spektrum von Funktionen und Branchen ab“, zeigte sich der neugewählte ULA-Präsident Dr. Wolfgang Bruckmann erfreut über den Eintritt des VK in den ULA-Verbund. In seiner politischen Tätigkeit gelinge es dem VK in beeindruckender Weise, Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik von dem sozialen und wirtschaftlichen Wert gelebter Vielfalt zu überzeugen, so Bruckmann weiter. „Ich freue mich daher besonders über die mit dem Beitritt des VK verbundene inhaltliche Bereicherung und die Verstärkung unseres politischen Gewichts.“
Auf die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Führungskräfteverband freut sich Bernd Schachtsiek, Vorsitzender des VK: „Der VK kann von der Erfahrung, dem Know-how und den Kontakten der ULA sehr profitieren. Wir werden unsere Kontakte und vor allem die Expertise zum Diversity-Management in die Partnerschaft einbringen.“
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Führungskräfte kritisieren Verteuerung bei der Absicherung von Lebensrisiken
2. März 2011
Kritik am sogenannten „Unisex-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) übt der Deutsche Führungskräfteverband ULA. Wenn jegliche Berücksichtigung des Geschlechts bei der Tarifkalkulation privater Versicherungsverträge untersagt werde, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme, führe dies zu einer Verteuerung bei der Absicherung von Lebensrisiken.
Ramme bedauert, dass selbst auf wissenschaftlich fundierter Datengrundlage vorgenommene geschlechtsbezogene Differenzierungen künftig nicht mehr möglich seien: „Die Abschaffung der bislang vorgesehenen Ausnahmeregelung offenbart ein orthodoxes Verständnis von Gleichbehandlung und wird in der Praxis wenig Nutzen stiften.“
Aus Sicht der Führungskräfte führt das EuGH-Urteil zu einem erheblichen Mehraufwand. Wenn Risikofaktoren vom Geschlecht abgekoppelt werden, müssen diese vor Abschluss eines Vertrags viel detaillierter erhoben werden. Hier aber setzen Datenschutzvorschriften zu Recht enge Grenzen. Wie alle Arbeitnehmer hätten Führungskräfte ein vitales Interesse an einem funktionierenden und erschwinglichen Versicherungsschutz, etwa in den Bereichen Altersversorgung oder Erwerbsminderung, betont Ludger Ramme. Daher sei das aktuelle EuGH-Urteil ein klarer Rückschritt.
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Reform der Arbeitszeitrichtlinie: Führungskräfte warnen vor Überregulierung
28. Februar 2011
Leitende Angestellte dürfen nicht pauschal in die Regelungen über Höchstarbeitszeiten einbezogen werden. Diesen Standpunkt hat der Deutsche Führungskräfteverband ULA im Rahmen einer Anhörung der Europäischen Kommission über die Reform der Arbeitszeitrichtlinie bekräftigt. Dazu ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Das Problem teilweise überlanger Arbeitszeiten von Führungskräften kann nicht durch die strikte gesetzliche Verordnung einer 40 Stunden-Woche gelöst werden.“ Führungskräfte könnten aufgrund ihrer aufgabenbezogenen Tätigkeit nicht durch gesetzlich fixierte Höchstarbeitszeiten geschützt werden.
Ludger Ramme warnt: „Starre Präsenzpflichten in Unternehmen widersprechen dem Selbstverständnis von Führungskräften.“ Der notwendige Schutz von Freiräumen für das Privatleben könne durch starre gesetzliche Vorgaben nicht angemessen sichergestellt werden. Erforderlich hierfür seien aber individuelle Regelungen und Vereinbarungen im Rahmen des einzelnen Arbeitsver-hältnisses.
Zahlreiche Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern der-zeit eine Beschränkung der derzeitigen Ausnahmeregelung in der Richtlinie auf Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und ihnen direkt unterstellte Führungskräfte. In seiner Stellungnahme an die EU-Kommission sprechen sich die Führungskräfte für eine präzisere Neufassung der Ausnahmeregelung aus. Im Ergebnis sind Leitende Angestellte aber weiterhin vom Anwendungsbereich des Arbeitszeitgesetzes auszunehmen.
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Führungskräfte fordern Offenheit für neue Instrumente zu Gunsten eines flexiblen Übergangs vom Arbeitsleben in die Rente
23. Februar 2011
Aus Anlass der jüngsten Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales appelliert der Deutsche Führungskräfteverband an die Bundesregierung, neben einer Abschaffung oder Erhöhung von Zuverdienstgrenzen für Bezieher vorgezogener Altersrenten auch eine arbeitsmarktgerechte Reform der Regeln über Teilrenten zu prüfen.
Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Die Grundsatzentscheidung der Bundesregierung für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist unverändert richtig.“ Gerade wenn man die Rente mit 67 wolle, ergänzt Ramme, muss auch die dann längere Phase des Übergangs flexibel gestaltet sein. Die Erwerbssituation für ältere Arbeitnehmer habe sich zwar in letzter Zeit verbessert. Es bestünden für sie aber immer noch beträchtliche Einkommens- und Beschäftigungsrisiken. Ohne mehr Flexibilität handele der Gesetzgeber an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.
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Rente: Führungskräfte begrüßen höhere Zuverdienstgrenzen
1. Februar 2011
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA begrüßt die Ankündigung der Koalition, die Zuverdienstgrenzen für Bezieher vorgezogener Altersrenten zu erhöhen.
Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Höhere Zuverdienstgrenzen schaffen mehr Wahlfreiheit für Bezieher einer vorgezogenen Altersrente. Sie ermöglichen individuell bedarfsgerechte Kombinationen aus Erwerbstätigkeit und vorgezogenem Rentenbezug in den letzten Jahren des Erwerbslebens. Höhere Grenzen erleichtern ein „Ausgleiten“ aus dem Erwerbsleben – ein Versprechen, dass die Altersteilzeit in den letzten Jahren nicht einlösen konnte.“
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat die aktuelle Zuverdienstgrenze in Höhe von 400 Euro seit Jahren als zu niedrig und zu starr kritisiert.
Sie geht auch zu Lasten qualifizierter Arbeitnehmer, die eine vorgezogene Altersrente unfreiwillig beziehen, zum Beispiel in Folge eines Arbeitsplatzverlusts im rentennahen Alter. Diese Personen werden aufgrund der starren Grenzen derzeit faktisch zur beruflichen Untätigkeit gezwungen.
Diese rigide Linie war solange gerechtfertigt, wie Verdrängungseffekte zulasten von anderen Arbeitsmarktteilnehmern zu befürchten waren. In Anbetracht des demographischen Wandels wird die Gefahr der Verdrängung anderer Arbeitnehmer zusehends sinken.
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Steuerpolitik: Führungskräfte fordern mutigere Reformen
26. Januar 2011
„Der Steuerstreit um die Anhebung der Werbungskostenpauschale von 920 auf 1.000 Euro hat die Regierungskoalition angesichts des sehr mageren Ergebnisses zu viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet“, bedauert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA Ludger Ramme. Auch aus Sicht der Führungskräfte sei der Spielraum für nicht gegenfinanzierte Steuererleichterungen zurzeit denkbar gering, so Ludger Ramme.
Daher sollte die Koalition sich auf eine aufkommensneutrale Vereinfachung des Steuerrechts konzentrieren. Überfällig ist auch die im Koalitionsvertrag zugesagte Abmilderung der so genannten kalten Progression. „Die Beseitigung der ‚schleichenden‘ Steuererhöhungen, die derzeit aus nicht inflationsangepassten Steuertarifen resultieren, würde einen wichtigen Beitrag zur Transparenz des Steuersystems leisten“, betont der ULA-Hauptgeschäftsführer. Dies – in Verbindung mit einem strikteren, aber beherzt kommunizierten Sparkurs – habe dann auch mehr Potential für eine in die Zeit passende Steuerpolitik.
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Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) neues Mitglied im Deutschen Führungskräfteverband ULA
20. Dezember 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat den Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) als neuen kooperierenden Mitgliedsverband aufgenommen.
ULA-Präsident Dr. Joachim Betz: „ULA und BVBC haben bereits in der Vergangenheit wiederholt erfolgreich in politischen Einzelfragen zusammengearbeitet. Diese Kooperation hat jetzt eine stabile Grundlage erhalten und kann weiter ausgebaut werden. Besonders freue ich mich, dass durch die profunde Expertise des BVBC der ULA - Verbund sein politisches Profil in Fragen des Steuer- und Bilanzrechts weiter schärfen kann.“
BVBC-Präsident Hans-Joachim Klein: „Der BVBC kennt die ULA schon einige Jahre über verschiedene Projekte im Arbeitskreis Leistungsträger. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Führungkräfteverband. In diesem starken Verbund werden wir an der Umsetzung politischer Forderungen der Führungskräfte und insbesondere der Bilanzbuchhalter zielgerichtet mitarbeiten.“
Der Deutsche Führungskräfteverband hat mit der Aufnahme des BVBC die Zahl seiner Mitgliedsverbände seit Anfang 2010 von sechs auf zehn erhöhen können. Er beweist damit seine Attraktivität und seine Schlagkräftigkeit als politischer Dachverband für die Vertretung von Führungskräften und hochqualifizierten Fachkräften.
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Führungskräfte gegen die Abschaffung der privaten Krankenversicherung
13. Dezember 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA wendet sich gegen die Idee einer Bürgerversicherung: Er zieht den Solidarausgleich durch Zuschüsse im bestehenden Krankenkassensystem vor. Er will die private Krankenvollversicherung, anders als der Deutsche Gewerkschaftsbund, erhalten.
Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Die private Krankenversicherung ist keineswegs das zentrale Problem des Gesundheitswesens. Im Gegenteil: Man sollte ihre demographiefeste Ausgestaltung durch Kapitalrückstellungen als Vorbild für künftige Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung ansehen. Privat Krankenversicherte übernehmen selbst die Verantwortung für steigende Behandlungskosten im Alter und leisten damit einen eigenständigen Solidarbeitrag.“
Der Deutschen Führungskräfteverbands ULA geht zwar wie der Deutsche Gewerkschaftsbund davon aus, dass der Finanzbedarf des Gesundheitswesens auch bei Ausschöpfen aller möglichen Effizienzreserven weiter steigen wird.
Allerdings kann die Antwort auf diese Herausforderung nicht darin liegen, dass der Krankenversicherungsbeitrag durch höhere Bemessungsgrenzen und zusätzliche Abgaben zu einer zweiten Einkommensteuer mutiert.
Vielmehr wird es unvermeidlich sein, dass, die Krankenversicherungsbeiträge für alle Versichertengruppen dem Anstieg der durchschnittlichen Behandlungskosten entsprechend steigen.
Versicherten, denen durch steigende Beiträge eine finanzielle Überforderung droht, sollten Anspruch auf Beitragszuschüsse haben. Diese Zuschüsse sind konsequenterweise aus Steuermitteln zu finanzieren.
Damit wäre im Gegensatz zur Bürgerversicherung auch ein transparenteres Abgabensystem hergestellt: Die Absicherung gegen das Krankheitsrisiko einerseits und die Finanzierung des notwendigen sozialen Ausgleichs in der Finanzierung wären auf diese Weise schlüssig voneinander getrennt.
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Bundesverdienstkreuz an Präsidenten des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA Dr. Joachim Betz verliehen
25. November 2010
In Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit als Arbeitnehmervertreter sowie in zahlreichen Ehrenämtern ist Dr. Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er erhielt das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande am 24. November 2010 aus der Hand der Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main Petra Roth.
Engagiert war Dr. Betz unter anderem in seinem Unternehmen, zuletzt bei Sanofi-Aventis, im Unternehmenssprecherausschuss der Leitenden Angestellten, im Aufsichtsrat als Vertreter der Leitenden Angestellten sowie im Aufsichtsrat der Hoechster Pensionskasse.
Oberbürgermeisterin Petra Roth würdigte in besonderer Weise das überdurchschnittliche Engagement von Herrn Dr. Betz in dessen ehrenamtlichen und beruflichen Funktionen. Damit habe er Anteil daran, dass sich Frankfurt am Main dank des Erfolges der dort ansässigen Chemie- und Pharmaunternehmen wieder als „Apotheke Europas“ fühlen dürfe.
Außerhalb des Unternehmens gehörte er viele Jahre dem ehrenamtlichen Vorstand des VAA – Führungskräfte Chemie e. V. an, von 1999 bis 2003 als dessen 1. Vorsitzender.
Von 2005 bis 2008 war Dr. Joachim Betz Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA und übernahm dieses Amt im Jahr 2009 ein zweites Mal. Weitere Ehrenämter nahm Dr. Betz im Europäischen Dachverband der Führungskräfte CEC – European Managers wahr, dem er bis heute als Vize-Präsident vorsteht.
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Führungskräfte warnen: EU-Rentenpläne beschädigen Betriebsrente
25. November 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA befürchtet, dass von Arbeitgebern zugesagte Betriebsrenten zu teuer werden. Sollten die rentenpolitischen Pläne der EU-Kommission umgesetzt werden, steht die Eigenständigkeit der Betriebsrenten auf dem Spiel.
Am aktuellen Grünbuch zur Rentenpolitik zeige sich nach Meinung der Führungskräfte ein überzogener Regulierungsehrgeiz der EU-Kommission. „Unternehmen könnten sich zum Nachteil der Arbeitnehmer aus der betrieblichen Altersversorgung verabschieden“, warnt ULA-Präsident Joachim Betz eindringlich. Gerade für Führungskräfte sei die betriebliche Altersversorgung eine besonders wichtige Säule der Alterssicherung.
„Es leuchtet nicht ein, Betriebsrenten den gleichen Regeln zu unterwerfen, wie sie für den privaten Versicherungsmarkt gelten“, kritisiert Betz. Im Grünbuch lassen sich Tendenzen erkennen, dass betriebliche Versorgungsträger privaten Lebensversicherungen und Pensionsfonds im Aufsichtsrecht weitgehend gleichgestellt werden sollen, auch in Bezug auf die Regeln zur Mindestkapitalausstattung.
Damit will die EU-Kommission Wettbewerbsverzerrungen zwischen betrieblichen Versorgungsträgern und Anbietern der privaten Altersvorsorge verhindern. Das Problem: Eine undifferenzierte Übertragung rechtlicher Standards aus dem Bereich der privaten Vorsorge droht, betriebliche Versorgungszusagen zu verteuern und für den Arbeitgeber unattraktiver zu machen.
Dazu Joachim Betz: „Man kann natürlich Wettbewerbsgleichheit auf einem Niveau herstellen, das nur noch einigen großen Versicherungskonzern erlaubt, Altersvorsorgeprodukte zu vertreiben.“ Aber das sei, so der ULA-Präsident, eine klare Marktbereinigung auf dem Rücken von Arbeitnehmern: „Den Unternehmen wird damit ein wichtiges Instrument in der Personalarbeit zur Mitarbeiterbindung genommen.“
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA und sein größter Mitgliedsverband VAA – Führungskräfte Chemie haben ihren Standpunkt auch in die gemeinsame Stellungnahme des Europäischen Dachverbands CEC – European Managers eingebracht. Diese wurde veröffentlicht unter www.cec-managers.org im Bereich „Press Room/Position Papers“.
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Wechsel des Pressesprechers beim Deutschen Führungskräfteverband ULA
11. Oktober 2010
Kay Uwe Berg (42), Geschäftsführer Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Führungskräfteverband ULA, hat den Verband zum 30. September 2010 auf eigenen Wunsch verlassen, um in Berlin eine neue berufliche Herausforderung in der Führungsebene eines Bundesverbandes anzunehmen. Neuer Ansprechpartner für die Presse ist Timur Slapke (33), seit Januar 2010 bereits beim ULA-Mitgliedsverband VAA - Führungskräfte Chemie tätig.
"Kay Uwe Berg hat die externe und interne Kommunikation der deutschen Führungskräfteverbände in bemerkenswerter Weise intensiviert und gezielt auf die Verbesserung des Bildes der mittleren Manager in Medien, Öffentlichkeit und Politik ausgerichtet", würdigte ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme den langjährigen Sprecher bei seiner Verabschiedung.
ULA-Präsident Dr. Joachim Betz erklärte für den Vorstand des Spitzenverbandes: "Wir bedauern Herrn Bergs Wechsel außerordentlich und danken ihm sehr für die geleistete erfolgreiche Arbeit. Für seine neue Tätigkeit wünschen wir ihm alles erdenklich Gute und weiterhin so viel Erfolg".
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Kostenstattung bringt Vorteile für das Gesundheitswesen
1. Oktober 2010
Die Bundesregierung hat angekündigt, Behandlungen gesetzlich Krankenversicherter gegen Kostenerstattung unter erleichterten Bedingungen möglich zu machen. Diese Pläne begrüßt der Deutsche Führungskräfteverband ULA ausdrücklich.
Dazu ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Die in den letzten Tagen an diesem Vorschlag geäußerte Kritik ist überzogen und inhaltlich unbegründet.“ Man müsse die Bereitschaft der Bürger endlich honorieren, als Patienten mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, so Ramme weiter. Es gelte allerdings sicherzustellen, dass Kostenerstattung eine rein freiwillige Tarifoption bleibe. Vor allem aber, betont der ULA-Hauptgeschäftsführer, müsse es in Zukunft möglich sein, Kostenerstattung gezielt für bestimmte Behandlungsarten und ohne lange Bindungsfristen zu wählen. Besonders wichtig: Die Versicherten müssen über die finanziellen Auswirkungen informiert werden.
Die freie Entscheidung eines Versicherten für die Kostenerstattung ist keine Gefahr für das Wesen der sozialen Krankenversicherung. Im Gegenteil: Kostenerstattung gewährleistet Transparenz über die Höhe der Gesundheitsausgaben. „Das Sachleistungsprinzip ist komplett intransparent“, bemerkt Ludger Ramme, „die Kostenerstattung hingegen wird positive wirtschaftliche Effekte haben.“ Insbesondere könne sie mehr Anreize zu einem kostenbewussteren Verhalten sowohl von Konsumenten als auch Anbietern von Gesundheitsleistungen erzeugen.
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Kaiserdamm 31
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Führungskräfte halten an Rente mit 67 fest, fordern aber mehr Flexiblität
11. August 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hält die Forderung, die Rente mit 67 Jahren auszusetzen, für verfrüht. Die Debatte hierzu ist neu entbrannt: Wegen des erfreulichen Anstiegs der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer überzeugt die neuerliche Kritik allerdings nicht, dass die Rente mit 67 auf eine platte Rentenkürzung hinausläuft.
Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: "Eine längere Lebensarbeitszeit ist angesichts der steigenden Lebenserwartung grundsätzlich alternativlos." Ansonsten würde die Beitragslast der aktiven Erwerbsbevölkerung langfristig unverhältnismäßig stark ansteigen. Die politische Zustimmung zu einem höheren Rentenzugangsalter steht und fällt für den Deutschen Führungskräfteverband allerdings mit einer dauerhaften Verbesserung der Erwerbschancen für ältere Arbeitnehmer. Der begonnene Trend zu höheren Erwerbsquoten im Alter müsse sich in Zukunft bestätigen und verfestigen, fügt Ramme an.
In Einzelfragen kann der Gesetzgeber dennoch dazu beitragen, individuelle Risiken aus einem höheren Rentenzugangsalter zu verringern. Der Deutsche Führungskräfteverband ULA fordert diesbezüglich mehr Flexibilität bei einem vorgezogenen Bezug von Betriebsrenten, ebenso bei der Nutzung von Guthaben aus Langzeitkonten im Falle eines ungeplant frühen Auscheidens rentennaher Arbeitnehmer aus dem Beruf.
Er verlangt auch systematische Anstrengungen der Arbeitgeber, sich gerade im Führungskräftebereich demografiefest aufzustellen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen sind sie gefordert, dass eine Beschäftigung älterer Arbeitnehmer auch tatsächlich zur gelebten Praxis wird.
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bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA
15. Juli 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat den traditionsreichen Verband "bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen" als kooperierendes Mitglied aufgenommen.
Der bdvb - Das Netzwerk für Ökonomen gewährt seinen Mitgliedern Hilfestellung im Studium, Beruf und bei der Karriere.
Für ULA-Präsident Dr. Joachim Betz ist es "eine besondere Freude, einen so traditionsreichen und gut aufgestellten Verband wie den bdvb als Mitglied gewonnen zu haben." Auf Grund der engen und guten Zusammenarbeit im Rahmen des Aktionskreises Leistungsträger, so Betz weiter, wisse man, dass beide Verbände ein breiter Konsens in vielen Grundsatzfragen verbinde: "Ich freue mich auf den fachlichen Input des bdvb zur politischen Arbeit des Deutschen Führungskräfteverbands."
Für den Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte äußerte Professor Dr. Cornelia Scott, Präsidentin des bdvb: "Das Präsidium hat am 28. Mai 2010 die kooperierende ULA-Mitgliedschaft beschlossen. Wir freuen uns auf ein über die erfolgreiche und vertrauensvolle Projektarbeit hinaus gehendes Engagement im Deutschen Führungskräfteverband. In den angebotenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit sehen wir eine wertvolle Erweiterung unseres Netzwerkes für Ökonomen."
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Führungskräfte kritisieren halbherzige Reform der Finanzierungsbasis und fehlende Ansätze für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit
7. Juli 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA bewertet die Eckpunkte der Bundesregierung für die nächste Gesundheitsreform als vertane Chance.
Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: "Die gesetzliche Krankenversicherung kann nur stabilisiert werden, wenn ihre Finanzierung endlich auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Dass die Regierung trotzdem daran festhält, ihre Beiträge nahezu ausschließlich auf versicherungspflichtiges Einkommen von Arbeitnehmern zu erheben, halten wir für einen Fehler."
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA kritisiert außerdem, dass durch das Instrument der Zusatzbeiträge die Arbeitgeber aus Ihrer Verantwortung für die Begrenzung des Ausgabenanstiegs entlassen werden.
Die Eckpunkte legen den Schluss nahe, dass künftige Ausgabensteigerung vorrangig über steigende Zusatzbeiträge und damit finanziell ausschließlich zu Lasten der Versicherten gegenfinanziert werden müssen.
Vor diesem Hintergrund kritisiert der Deutsche Führungskräfteverband das Fehlen wirksamer Instrumente zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Gesundheitswesen. Ludger Ramme: "Nach unserem Eindruck steigen in vielen Bereichen die Ausgaben stärker als es durch die Alterung und durch medizinischen Fortschritt gerechtfertigt wäre. Hier muss die Regierung dringend mit Vorschlägen nachlegen, wenn sie ihr Versprechen des "Mehr Netto vom Brutto" für die Arbeitnehmer einlösen möchte."
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Führungskräfte begrüßen Verzicht auf Kürzungen bei Bildung und Forschung sowie auf höhere Einkommensteuern
8. Juni 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA begrüßt, dass die Bundesregierung Ausgaben im zukunftsrelevanten Bereich Bildung und Forschung nicht streicht. Das Wachstumsziel muss gerade in der Krise im Blick bleiben. "Deshalb ist es auch richtig, den Zwang zum Sparen nicht durch konjunkturschädliche und leistungsfeindliche Steuererhöhungen wie etwa eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes bei der Einkommenssteuer oder der Mehrwertsteuer abzuschwächen", so Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.
Eine abschließende Bewertung der strukturellen Ausgewogenheit und Wirksamkeit des Maßnahmenpakets ist derzeit nicht möglich. Insbesondere bei der aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbands ULA ebenso notwendigen wie angemessenen Einbeziehung der Finanzbranche sind noch Fragen offen. So steht die Einführung einer möglichen Bankenabgabe unter dem Vorbehalt entsprechender Einigungen auf EU- und G-20-Ebene.
Bei den Kürzungsvorschlägen im Sozialbereich weist das Sparpaket aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbands ULA noch mehrere Unstimmigkeiten auf.
Die Kürzungen im Bereich des Elterngelds fallen zwar geringer aus als in ersten Gerüchten über das Sparpaket vermutet. Sie laufen aber immer noch dem eigentlichen Ziel des Elterngelds zu wieder, nämlich die Anreize für eine Familiengründung für gut qualifizierte Arbeitnehmer zu erhöhen. Außerdem erfolgen sie auch zu einem Zeitpunkt, zu dem für das bisherige Elterngeld eine aussagefähige Evaluation des Erfolgs noch gar nicht stattfinden konnte. Die jetzt geplante Kürzung wird diese notwendige Bewertung zusätzlich erschweren.
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA warnt angesichts der angekündigten Kürzung von Bundeszuschüssen vor steigenden Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Dies stünde auch im Widerspruch zum Ziel dauerhaft stabiler Lohnnebenkosten.
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Euro-Krise: Kein Rückzug in die D-Mark bitte!
21. Mai 2010
Die deutschen Führungskräfte verlangen von den Politikern aller EU-Staaten angesichts der Euro-Krise eine beschleunigte europäische Integration.
„Der populistische Ruf ‚Zurück zur D-Mark!‘ taugt vielleicht für schnelle Schagzeilen, hat aber keine politische Substanz“, so Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.
Auch das Aufspannen eines kreditfinanzierten Milliarden-Rettungsschirmes wird das langfristige Vertrauen der Investoren nicht wiederherstellen. Nötig sind vielmehr konkrete Beschlüsse zur Reduzierung der Defizite der Staaten. Auch Deutschland muss hier liefern. Es bringt überhaupt nichts, nur mit dem Finger auf die zu zeigen, die noch viel tiefer in der Kreide stehen.
Mit den Beschlüssen zur Rettung des Euro haben die politischen Führer Europas entgegen allen Bekundungen (und vertraglichen Garantien) zugelassen, dass sich die Europäische Zentralbank von ihrem Stabilitätskurs entfernt. Ob damit die Büchse der Pandora geöffnet wurde, steht entgegen allen Katastrophenszenarien aber beileibe noch nicht fest.
Es muss deshalb jetzt für die Euro-Zone eine bundesstaatliche, parlamentarisch kontrollierte europäische Finanzregierung mit umfassenden Kompetenzen geben.
Unumstößliche Geschäftsgrundlage muss dabei sein, nicht nur keine neuen Schulden aufzunehmen, sondern die alten Schulden zu tilgen.
Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind sieben Verbände, die insgesamt rund 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.
Ansprechpartner für die Presse:
Kay Berg
Geschäftsführer Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Volkswagen Management Association neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA
4. Mai 2010
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA bleibt auf Wachstumskurs. Seit Anfang Mai ist die Volkswagen Management Association achtes Mitglied des ULA-Verbunds. Nach dem "Forum für Fach- und Führungskräfte" (Forum F3) ist dies der zweite Beitritt seit Jahresbeginn. Mit den Führungskräften des Volkswagen-Konzerns kommt nach der Deutsche Post DHL Management Association erneut ein unternehmensbezogener Führungskräfteverband zum größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.
Mitglieder des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA sind acht Verbände, die über 40 000 leitende Angestellte und AT-Führungskräfte vertreten. Der Spitzenverband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.ula.de.
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Steuerpolitik | Endlich Bewegung
13. April 2010
Die deutschen Führungskräfte begrüßen, dass mit dem überarbeiten Steuerkonzept der FDP nun eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für die Koalition existiert. Gleichzeitig appellieren sie an die Union, ihre demonstrative Blockadehaltung nun aufzugeben.
„Einem Steuertarif mit fünf Stufen, dessen Entlastungswirkung bei einem zu versteuernden Einkommen von 53.000 Euro endet, wird niemand ernsthaft Schlagseite zugunsten der ‚Reichen‘ vorwerfen können“, erklärte Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.
Der Weg hin zu mehr Pauschalen und weniger Ausnahmen ist der richtige, ebenso dass alle Ausnahmen von der Steuerpflicht in Frage gestellt werden sollen.
Argumentativ nachlegen sollte die FDP hingegen bei ihrer Einschätzung, dass sich die Steuersenkung durch wachstumssteigernde Effekte zu immerhin 50 Prozent selbst finanziere. Ein allgemeiner Verweis auf „wissenschaftliche Studien“ dürfte die Skeptiker nur schwerlich überzeugen.
Und dass die Arbeitslosenzahl bis zum Ende der Legislaturperiode um eine halbe Million unter der heutigen Quote liegt und allein dadurch zehn Milliarden Euro weniger ausgegeben werden müssten, ist derzeit nur ein frommer Wunsch.
Die Freien Demokraten haben genügend steuerpolitischen Sachverstand in ihren Reihen, um noch konkreter darzulegen, wie und wo sie Einsparpotenziale nutzen wollen.
Dennoch bleibt festzustellen: Endlich kommt wieder Bewegung in die steuerpolitische Debatte!
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Nicht einfach nur eine „Lissabon-Strategie 2.0“
08. März 2010
Die deutschen Führungskräfte unterstützen die Europäische Kommission in ihrem Ziel, die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wachstumsraum der Welt – mit dauerhaftem Wirtschaftswachstum, einer höheren Beschäftigung und größerem sozialem Zusammenhalt – zu entwickeln. Sie warnen jedoch davor, statt einer wirklichen Neuausrichtung nur die gescheiterte Lissabon-Strategie wieder aufzulegen.
Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA und zugleich Generalsekretär der CEC, des größten Zusammenschlusses von Führungskräften in Europa:
„Die Lissabon-Strategie war ebenso ambitioniert wie richtig. Die Gründe für ihr Scheitern sind vielfältig. Die Kommission kann nun aber nicht einfach eine Fristverlängerung auf 2020, also ‚Lissabon 2.0‘ dekretieren. Sie muss zunächst mit den Mitgliedsstaaten und dem Parlament darüber diskutieren, welche Weichen anders gestellt werden sollten, damit wir in zehn Jahren nicht wieder genauso ratlos dastehen. Denn wenn uns die zurückliegenden Jahre eines gezeigt haben, dann ist es, dass auch ein Jahrzehnt rasend schnell vorbeigeht“.
Die Investitionen in die Forschung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, ist lebensnotwendig für den Wirtschaftsraum Europa. Auch das Festhalten an den Klimazielen und am Kampf gegen Armut stößt bei den deutschen Führungskräften auf uneingeschränkte Zusstimmmung. Ramme appellierte aber an die EU-Kommission, das Ziel des Bürokratieabbaus mit größerem Nachdruck zu verfolgen.
Die Führungskräfte begrüßen im Grundsatz zwar auch, dass die Kommission ausdrücklich die Mitgliedsstaaten in die Pflicht nimmt. Ob eine schärfere Aufsicht über die einzelnen Mitgliedsstaaten den Beinahebankrott von Griechenland verhindert hätte, erscheint aber mehr als fraglich. Denn es gab genügend Fachleute, die die Seriosität der von Athen gelieferten Zahlen von Beginn an in Zweifel gezogen haben – wie sich herausgestellt hat, zu Recht. Woran es fehlte, war der politische Wille, Konsequenzen zu ziehen.
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Betriebliche Mitbestimmung | 20 Jahre gesetzliche Sprecherausschusswahlen: Eine Erfolgsgeschichte
19. Januar 2010
2010 stehen, parallel zu den Betriebsratswahlen, in über 500 deutschen Betrieben und Unternehmen die Vertretungen der Leitenden Angestellten zur Wiederwahl an.
1990 wurden in Deutschland zum ersten Mal Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten auf der gesetzlichen Grundlage des Sprecherausschussgesetzes gewählt. Während die Betriebsräte die Interessenvertretung der tariflichen und außertariflichen Mitarbeiter sicherstellen, sind es die Sprecherausschüsse, die die Interessen der Leitenden wahren.
Im Rahmen einer Feierstunde am Pariser Platz in Berlin würdigte Dr. Joachim Betz, Präsident des größten Zusammenschlusses von Führungskräften in Deutschland, die zwanzigjährige Erfolgsgeschichte: „Seit Verabschiedung des Gesetzes haben sich die Sprecherausschüsse in hervorragender Weise bewährt. Sie leisten, im Zusammenspiel mit den Betriebsräten, einen entscheidenden Beitrag zu einer erfolgreichen Interessenvertretung für alle Arbeitnehmer eines Unternehmens.
Zwei Jahrzehnte gesetzliche Sprecherausschusswahlen sind für die Führungskräfte und ihre politische Vertretung, den Deutschen Führungskräfteverband ULA, aber auch Anlass, den Blick darauf zu richten, wie es um die Zukunft der Sprecherausschüsse bestellt ist.
Betz: „Die Leitenden Angestellten, die 2010 neu oder wieder in die Sprecherausschüsse gewählt werden, haben keine leichte Aufgabe. Selbst wenn wir mit zwei blauen Augen aus der schwersten Wirtschaftskrise seit den Zwanzigerjahren kommen: Die Auswirkungen auf Unternehmen und Belegschaften werden auch in diesem Jahr noch überaus heftig sein. Neben dieser Aufgabe als ‚Katastrophenhelfer‘ wird es für die Sprecherausschüsse aber auch darum gehen, gemeinsam mit den Sozialpartnern neue Strategien und Wege zur Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Standorte zu finden“.
Für die Bundesregierung sprach Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, MdB, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Die Sicht der Arbeitgeber legte Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dar.
Professor Wolfgang Hromadka, Emeritus für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht an der Universität Passau und früher selbst Leitender Angestellter, beleuchtete in seinem Festvortrag, wie es überhaupt zu Sprecherausschüssen gekommen ist – zunächst auf freiwilliger, dann auf gesetzlicher Ebene.
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Intern | Forum F3 neues Mitglied des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA
Der Deutsche Führungskräfteverband ULA hat das „Forum für Fach- und Führungskräfte“, kurz „Forum F3“, als siebten Mitgliedsverband aufgenommen. Damit wird der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland weiter gestärkt.
Forum F3 ist ein im Oktober 2009 gegründetes junges und modernes Netzwerk für die Leistungselite. Es bietet seinen Mitgliedern umfangreiche Leistungen vom persönlichen Networking – national wie international – über die arbeitsrechtliche Beratung und Vertretung bis hin zur wirksamen Interessenvertretung gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit (www.forum-f3.de).
Dr. Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA: "Dass Forum F3 so bald nach seiner Gründung die Aufnahme im größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland beantragt hat, ist ein Vertrauensbeweis, der die Anziehungskraft belegt, die von unserem Spitzenverband ausgeht".
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Steuerpolitik | Bitte weniger Furor und mehr Vernunft
13. Januar 2010
Die deutschen Führungskräfte kritisieren die Art und Weise, wie die Koalition über eine mögliche Steuerreform diskutiert.
CDU, CSU und FDP verhalten sich wie trotzige Kinder, die sich im Sandkasten gegenseitig die Förmchen um die Ohren hauen“, erklärte Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. „Wenn die Regierungsparteien mit etwas weniger Furor und etwas mehr Vernunft an die Sache herangingen, würden sie feststellen, dass ihre Positionen einen Kompromiss nicht nur erlauben, sondern erzwingen“.
Für die Führungskräfte steht außer Frage, dass es eine Reform geben muss. Sie unterstützen darin ausdrücklich die FDP. Die Liberalen müssen sich aber von dem Mantra befreien, dass sich eine Steuersenkung komplett selbst finanziert. Ramme: „Das an sich absurde Unbehagen, das viele beim Gedanken an eine deutliche Steuersenkung empfinden, zeigt eine bedenkliche Erosion des Vertrauens in die Regierung. Die Bürger fürchten den Staat offensichtlich mittlerweile auch dann, wenn er ‚Geschenke‘ bringt“.
An die Union gerichtet appellieren die Führungskräfte, die Fundamentalopposition gegen eine Reform aufzugeben. „Es kann nicht sein, dass CDU und CSU sich dem dringenden Wunsch nach einem einfacheren, verständlichen und leistungsorientierten Steuersystem mit einem vernünftigen Tarifverlauf verschließen“.
Die Erwartung der Führungskräfte an die Politik ist daher klar:
Es ist verkraftbar, wenn die Reform nicht schon 2011 kommt. Es ist kein Weltuntergang, wenn die Entlastung geringer ausfällt. Aber es ist inakzeptabel, wenn das Steuersystem so bleibt, wie es ist.
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Klimagipfel in Kopenhagen | Manche mögen’s heiß - das Klima nicht
7. Dezember 2009
Die Führungskräfte in Deutschland und Europa fordern von ihren Regierungen, alles zu tun, um den Kopenhagener Klimagipfel zum Erfolg zu machen.
Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA, und Vizepräsident des europäischen Führungskräfteverbandes CEC:
„Wir erwarten von unseren nationalen Regierungen, aber auch von der Europäischen Union, dass sie der ihnen zugeschriebenen Rolle als Avantgarde des Kampfes gegen den Klimawandel und der Schonung unserer fossilen Ressourcen gerecht werden.
Natürlich muss es einen Kompromiss geben. Dieser darf aber auf keinen Fall das Ziel aufgeben, den weltweiten Temperaturanstieg zu begrenzen. Alles andere wäre ein Debakel.“
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Überwiegend richtige Weichenstellungen im Koalitionsvertrag
26. Oktober 2009
In einer ersten Reaktion hat sich der Präsident des Deutschen Führungskräfteverbands ULA, Joachim Betz, zufrieden mit dem Ausgang der Koalitionsverhandlungen gezeigt.
Der angekündigte Stufentarif bei der Einkommensteuer ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines einfachen und transparenten Steuersystems. Positiv ist auch, dass der Vertrag über die Maßnahmen zur Entlastung von Arbeitnehmern und Familien hinaus ein klares Bekenntnis zum Abbau der Staatsverschuldung enthält.
Schon jetzt ist die öffentliche Finanzlage durch die Mehrausgaben zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise aufs Äußerste angespannt. Eine dauerhafte Stabilisierung der Finanzmärkte ist daher von größter Wichtigkeit. Hierfür bieten die Vorschläge für eine wirkungsvollere Finanzaufsicht eine gute Grundlage.
Der Koalitionsvertrag sieht keine grundlegenden Änderungen bei Kündigungsschutz, Mitbestimmung und den tragenden Grundsätzen des Tarifrechts vor. Die Koalition würdigt so zu Recht den positiven Beitrag, den eine funktionierende Sozialpartnerschaft zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen in Deutschland leistet.
Der Deutsche Führungskräfteverband begrüßt angesichts der demographischen Veränderung den Plan, die umlagefinanzierte Pflegeversicherung um eine kapitalgedeckte Säule zu ergänzen.
Er unterstützt auch die Idee einer stärkeren Entkoppelung der Krankenversicherungsbeiträge vom Arbeitseinkommen. Damit wäre sichergestellt, dass alle Steuerzahler und nicht nur die abhängig Beschäftigten zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Bei der Vorbereitung der Reform müssen aber neue Instrumente entwickelt werden, um die Versicherten vor unnötigen Belastungen aus ungezügelt steigenden Kosten zu schützen. Dies gilt insbesonder angesichts des angekündigten "Einfrierens" der Arbeitgeberbeiträge.
Der Verband bewertet auch die Ankündigungen zur Bildungspolitik positiv, insbesondere zur Bildungsfinanzierung. Es ist richtig, dass die Bundesregierung trotz der vorrangigen Zuständigkeit der Länder ihre Handlungsmöglichkeiten in dieser Zukunftsfrage aktiv wahrnimmt.
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Koalitionsverhandlungen - Auslagerung von Defiziten in Sonderhaushalte ist ein Taschenspielertrick
22. Oktober 2009
Die deutschen Führungskräfte fordern von der neuen Regierung finanzpolitische Redlichkeit. Sie warnen davor, krisenbedingte Defizite der Sozialsysteme in einem Sonderhaushalt abzubilden und damit das wahre Ausmaß der Verschuldung des Bundes zu verschleiern.
„Der Staat muss, wie jeder Bürger auch, mit dem Geld auskommen, das er hat“, so Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. „Wenn die neue Regierung zu Taschenspielertricks greift, um vermeintliche Wahlversprechen zu erfüllen, geht sie mit dem großen Manko der finanzpolitischen Unredlichkeit an den Start“.
"Ihre überaus klare Mehrheit bei den deutschen Führungskräften haben CDU, CSU und FDP jedenfalls nicht vorrangig wegen radikaler Steuersenkungversprechen erzielt, sondern weil sich die Führungskräfte eine radikale Steuervereinfachung wünschen". Ein einfaches, transparentes und gerechtes System kann angesichts der finanziellen Lage des Staates auch aufkommensneutral ausgestaltet werden.
Mit finanzpolitischem Selbstbetrug wird Schwarz-Gelb zu einem Fall für den Schuldnerberater.
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Koalitionsverhandlungen - Mitbestimmung ist ein Standortvorteil
13.Oktober 2009
Die Überlegungen in den Koalitionsverhandlungen zum Abbau der betrieblichen und der Unternehmensmitbestimmung stoßen auf scharfen Widerspruch der deutschen Führungskräfte.
Joachim Betz, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA: „Das deutsche Mitbestimmungssystem hat sich bewährt und ist ein Standortvorteil. Wer als eine Lehre aus der Finanzkrise Mäßigung und Langfristorientierung fordert, muss auch die positiven Wirkungen der Mitbestimmung anerkennen“.
„Betriebsräte und Sprecherausschüsse auf betrieblicher Ebene und die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat mit einem Leitenden Angestellten halten die Marktwirtschaft im Gleichgewicht“, so Betz weiter. „Die Kanzlerin hat daher völlig recht, wenn sie die Mitbestimmung als nicht wegzudenkenden Teil unserer Sozialen Marktwirtschaft bezeichnet“.
Betz wies zugleich darauf hin, dass angesichts der immer umfangreicheren Anforderungen an die Aufsichtsräte auch deren Verkleinerung nicht das Mittel der Wahl zur Effizienzsteigerung sein könne.
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