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Gesundheit
Das gegliederte Krankenversicherungssystem mit dem Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung als Anbieter von Vollversicherungsschutz hat sich aus Sicht des Deutschen Führungskräfteverbands bewährt.
Es ist zwar komplexer als einheitlich verfasste Versicherungssysteme. Als historisch gewachsenes System drückt es aber unterschiedliche Absicherungsbedürfnisse verschiedener Personengruppen aus.
Ein Einheitssystem gleich welcher Prägung würde einzelne Personengruppen massiv belasten, den kollektiven Nutzen aber nicht erhöhen.
Der Deutsche Führungskräfteverband hat sowohl die Interessen von gesetzlich als auch von privat versicherten Fach- und Führungskräften im Blick.
Gesetzlich Versicherte
Von der Krise der gesetzlichen Krankenversicherung - einem zunehmenden Anstieg der Gesundheitskosten bei tendenziell eher sinkenden Leistungsniveau - sind die freiwillig versicherten Führungskräfte in besonderem Maße betroffen. Sie leisten - ungeachtet des zunehmend steuerähnlichen Charakters der Krankenversicherungsbeiträge - über lange Jahre hinweg Höchstbeiträge und tragen damit erheblich zur Stabilisierung der finanziellen Schieflage bei.
Vor diesem Hintergrund muss eine konsequente Stärkung der Anreize für wirtschaftliches Verhalten aller gesundheitspolitischen Akteure sowie eine verstärkte Eigenverantwortung der Versicherten Vorrang vor der Erschließung neuer Beitragsmittel durch steigende Beiträge haben.
Damit soll aber keineswegs einer Entsolidarisierung das Wort geredet werden. Eine Stärkung von Wirtschaftlichkeit und Eigenverantwortung soll vielmehr die Voraussetzungen dafür schaffen, dass eine hochwertige Gesundheitsversorgung zur Verfügung steht.
Privat Versicherte
Privat Krankenversicherte bekommen immer öfter zu spüren, dass die Entscheidung für eine private Krankenversicherung eine (mit wenigen Ausnahmen) irreversible Systementscheidung ist ("Einmal privat, immer privat.").
Risiken aus einer Entscheidung für die private Krankenversicherung liegen weniger auf der Leistungsseite (die versicherten Leistungen sind vertraglich vereinbart und unterliegen keinem politischen Streichungsvorbehalt), sondern auf der Beitragsseite. Das Fehlen von Instrumenten zur Kostenkontrolle, zum Beispiel direkter ertragliche Beziehungen zwischen Arzt und PKV-Unternehmen, hat in den letzten Jahren zu überproportional steigenden Ausgaben und merklichen Beitragserhöhungen in vielen Tarifen beigetragen. Auch die Möglichkeiten für einen Wechsel der Versicherungsgesellschaft sind weiterhin unzureiched. An diesen Themen setzt die Vertretungsarbeit des Deutschen Führungskräfteverbands ULA an.

